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BGL: Transportgewerbe steht dem Aufschwung skeptisch gegenüber

Die Fuhrparkkapazität hat sich erstmals seit dem vierten Quartal 2007 wieder erhöht statt verringert
© Foto: ddp

Fahrzeugauslastung und Fuhrparkkapazität sind gestiegen - trotzdem sind die Betriebsergebnisse noch bei mehr als jedem dritten Unternehmen schlecht


Datum:
06.10.2010
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Frankfurt/Main. Trotz des Wirtschaftsaufschwungs und der saisonalen Geschäftsbelebung im zweiten Quartal 2010, stehen die Unternehmen im Transportlogistikgewerbe den Erwartungen für das zweite Halbjahr skeptisch gegenüber. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten Konjunkturanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL).

Im zweiten Quartal 2010 waren bei nur noch 6,5 Prozent aller befragten Betriebe weniger LKW im Einsatz als im ersten Quartal. Im Vorquartal waren es noch 16,5 Prozent. Dagegen kauften oder mieteten 15 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr Fahrzeuge, im ersten Quartal 2010 waren es 8,5 Prozent. Damit hatten erstmals seit dem vierten Quartal 2007 wieder mehr Unternehmen ihre Fuhrparkkapazität erhöht als verringert. Dieser Trend soll sich laut Prognose im zweiten Halbjahr 2010 fortsetzen: Immerhin 11,5 Prozent der befragten Unternehmen planen in diesem Zeitraum eine Erhöhung ihres Fahrzeugbestands, während sechs Prozent mit einer Reduzierung rechnen.

Ebenfalls ein positiver Trend ist bei der Fahrzeugauslastung zu verzeichnen: Sie sank nur bei acht Prozent der Betriebe. Über 40 Prozent freuten sich hingegen über eine gestiegene Auslastung. Im Berichtsquartal haben neun Prozent der befragten Unternehmen Fahrer entlassen, etwas mehr als ein Fünftel hat neueingestellt.

Im Berichtszeitraum mussten zehn Prozent der Unternehmen Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorquartal hinnehmen. Bei 45 Prozent der Betriebe stiegen die Umsätze. Trotzdem bewerteten 35,5 Prozent der Umfrageteilnehmer ihr Betriebsergebnis im zweiten Quartal 2010 als schlecht. Dagegen waren nur 6,5 Prozent mit ihren Ergebnissen zufrieden.

Volle 63 Prozent der befragten Firmen hatten im zweiten Quartal 2010 mit gestiegenen Gesamtkosten zu kämpfen. Hier wirkten sich erneut besonders die weiter anziehenden Dieselpreise sowie die erhöhten Fahrzeug- und  Personalkosten aus. 23 Prozent der Unternehmen waren darüber hinaus mit einer schlechter gewordenen Zahlungsmoral ihrer Kunden konfrontiert.

An der Umfrage haben nach Angaben des BGL 509 Unternehmen teilgenommen. (ab) 

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