Bei einer gemeinsamen Kontrolle in einem Logistiklager haben die Hauptzollämter Berlin und Potsdam 79 Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet, wie die dpa mitteilt. 60 Einsatzkräfte kontrollierten insgesamt 93 Personen verschiedener Nationalitäten. Dabei befragten die Beamten unter anderem Ukrainer, Moldawier, Georgier und Belarussen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen, wie das Hauptzollamt Potsdam mitteilte.
79 Strafverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts
Nach Angaben der Behörde fiel das Ergebnis der Kontrolle selbst für die Einsatzkräfte alarmierend aus. Die Ermittler leiteten 79 Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts ein.
Im Fokus der Ermittlungen stehen nun auch die beteiligten Arbeitgeber. Gegen sie wird wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt ermittelt. Zudem prüfen die Behörden den Verdacht der Einschleusung von Ausländern. Besonders auffällig war nach Angaben des Hauptzollamts die Beschäftigung zahlreicher Personen, die über verschiedene Unternehmen mit Sitz in Polen nach Deutschland entsandt worden waren.