Wärmebildtechnik soll Verkehrssysteme sicherer machen

10.09.2026 14:14 Uhr | Lesezeit: 3 min
Tunnelüberwachung wird durch Wärmebildtechnik schneller
Tunnelüberwachung wird durch Wärmebildtechnik schneller
©Foto: Flir

Teledyne FLIR setzt bei intelligenten Verkehrssystemen auf Wärmebildtechnik und automatisierte Vorfallerkennung. Die Technologie kommt bereits in mehr als 4.000 Tunneln weltweit zum Einsatz.

Die Anforderungen an moderne Verkehrsinfrastruktur steigen kontinuierlich. Betreiber von Straßen, Tunneln und Kreuzungen stehen vor der Aufgabe, Risiken frühzeitig zu erkennen und Zwischenfälle möglichst zu verhindern, bevor daraus größere Störungen oder Unfälle entstehen. Teledyne FLIR setzt dabei auf die Kombination aus Wärmebildtechnik, Videoanalyse und automatisierter Ereigniserkennung.

Die Systeme des Unternehmens werden nach eigenen Angaben inzwischen in mehr als 4.000 Tunneln weltweit eingesetzt und sollen Risiken frühzeitig identifizieren.

Früherkennung als Schlüssel zur Tunnelsicherheit

Besonders in Tunneln spielt die schnelle Erkennung von Zwischenfällen eine entscheidende Rolle. Neben liegengebliebenen Fahrzeugen, Unfällen oder Hindernissen auf der Fahrbahn zählt die Branderkennung zu den wichtigsten Anwendungen.

Nach Angaben des Unternehmens können Wärmebildsysteme Brände deutlich schneller erfassen als viele herkömmliche Detektionssysteme. Betreiber erhalten dadurch wertvolle Zeit, um Verkehrsströme zu stoppen, Warnsysteme zu aktivieren und Rettungskräfte zu alarmieren.

Wärmebildkameras arbeiten auch bei Rauch und Dunkelheit

Ein wesentlicher Vorteil der Technologie liegt darin, dass sie nicht auf sichtbares Licht angewiesen ist. Stattdessen erfassen die Kameras Wärmestrahlung und funktionieren daher auch bei Dunkelheit, starker Rauchentwicklung oder schwierigen Witterungsbedingungen zuverlässig.

Dadurch eignen sich die Systeme insbesondere für sicherheitskritische Umgebungen wie Tunnel, unterirdische Verkehrsanlagen oder schlecht ausgeleuchtete Infrastrukturen.

Intelligente Kreuzungen verbessern Verkehrsfluss

Auch oberirdisch gewinnt die Sensorik an Bedeutung. Moderne Verkehrsanlagen erfassen heute nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger, Radfahrer und weitere Verkehrsteilnehmer in Echtzeit.

Die gesammelten Daten helfen Verkehrsleitstellen dabei, Ampelsteuerungen situationsabhängig anzupassen und den Verkehrsfluss effizienter zu gestalten. So können beispielsweise schwere Nutzfahrzeuge bevorzugt passieren, um unnötige Brems- und Anfahrvorgänge zu vermeiden.


Bedeutung für vernetzte Verkehrssysteme

Mit zunehmender Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur gewinnt die Umfelderkennung weiter an Bedeutung. Während moderne Fahrzeuge künftig verstärkt Daten untereinander austauschen, soll die Infrastruktur als zusätzliche Informationsquelle dienen.

Dadurch können Verkehrsleitsysteme auch Personen oder Objekte erfassen, die selbst keine vernetzten Geräte nutzen.



Technik für den Dauereinsatz entwickelt

Die Sensoren wurden speziell für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen entwickelt. Nach Angaben des Herstellers sind sie gegen Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit und andere Belastungen im Straßenverkehr geschützt.

Damit sollen die Systeme langfristig zuverlässig arbeiten und den kontinuierlichen Betrieb kritischer Verkehrsinfrastruktur unterstützen.

Prävention statt Reaktion

Im Mittelpunkt der Technologie steht letztlich die Vermeidung von Unfällen und Störungen. Durch die frühzeitige Erkennung von Risiken sollen Betreiber eingreifen können, bevor gefährliche Situationen entstehen oder eskalieren.

Mit dem zunehmenden Ausbau intelligenter Verkehrssysteme könnte die Kombination aus Wärmebildtechnik und automatisierter Analyse künftig eine noch wichtigere Rolle für Sicherheit und Verkehrsfluss übernehmen.


Lenk- und Ruhezeiten im VR-Blog thematisiert

In unserem VR-Blog für Lenk- und Ruhezeiten beschäftigt sich Olaf Horwarth, Mitglied im Tachographenforum der EU-Kommission, mit Fragestellungen und Rechtsangelegenheiten rund um die wichtigen Richtlinien der Lenk- und Ruhezeiten im Straßengüterverkehr. Der Zugang zu unseren Blogs ist für Abonnenten kostenfrei. Ein unverbindliches, zwei-monatiges Kennlern-Abo können Sie gerne hier abschließen. 

Ihre Fragen und Anregungen können Sie gerne an leru@tecvia.com oder direkt an unsere Rechtsredakteurin Marie Christin Wiens schicken.


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