Transco setzt auf einen Antriebsmix im Fuhrpark

20.05.2026 09:25 Uhr | Lesezeit: 3 min
Transco_eActros_600_Strasse
Der Mercedes-Benz eActros 600 hat laut Transco eine Reichweite von bis zu 500 Kilometer
© Foto: Transco GmbH

Mit einem neuen Mercedes-Benz eActros 600 erweitert das in Singen ansässige Unternehmen Transco seinen Eigenfuhrpark um einen reichweitenstarken E-Lkw.

Das Logistikunternehmen Transco hat einen Mercedes-Benz eActros 600 in Dienst gestellt. Damit baut man der Eigenfuhrpark weiter aus und Transco will den Fernverkehr „konsequent in Richtung emissionionsarmer Transportlösungen“ entwickeln, so das Unternehmen. „Der eActros 600 ist für uns ein wichtiger Baustein, um Elektromobilität im Fernverkehr wirtschaftlich nutzbar zu machen. In Kombination mit unserem Eigenfuhrpark und dem europäischen Netzwerk entsteht ein System, das Kapazität, Reichweite und Flexibilität optimal verbindet“, erklärte Marko Mustapic, Head of Sales bei Transco.

Umstieg auf alternative Antriebe gewinnt wirtschaftlich an Bedeutung

„In Zeiten deutlich steigender und zunehmend volatiler Dieselpreise im europäischen Straßengüterverkehr gewinnt der Umstieg auf alternative Antriebe im internationalen Transport weiter an wirtschaftlicher Bedeutung“, betonte Christian Bücheler, CEO und Inhaber von Transco. Der Ausbau des Eigenfuhrparks bleibe der zentrale Hebel für die operative Umsetzung. Aktuell umfasst der Transco Fuhrpark nahezu 100 ziehende und mehr als 300 gezogene Einheiten, davon 14 LNG-Lkw und zwölf E-Lkw. Man verfolge bewusst einen technologieoffenen Ansatz im eigenen Fuhrpark, so das Unternehmen. Neben Elektrofahrzeugen kommen weiterhin Diesel- und Bio-LNG-Lkw zum Einsatz, um unterschiedliche Transportanforderungen wirtschaftlich und zuverlässig abzubilden.

Transco setzt auf einen Antriebsmix

Für Kunden würden sich durch den starken Eigenfuhrpark konkrete Vorteile ergeben, betont man bei Transco: „höhere Planungssicherheit, stabile Laufzeiten und eine verlässliche Kapazitätsbereitstellung, auch in angespannten Marktphasen“. So erklärte Marko Mustapic weiter: „Gleichzeitig können wir durch den Antriebsmix für jede Relation die passende technologische Lösung einsetzen und Transporte sowohl wirtschaftlich als auch zunehmend emissionsärmer abwickeln.“ Ergänzend ist Transco Teil eines Netzwerks aus rund 500 Partnern im Systemverkehr, das laut Unternehmensangaben „über tausende tägliche Linien europaweit flächendeckende Transportkapazitäten ermöglicht“.

Ausbau der Elektromobilität

Die Elektromobilität baut Transco schrittweise weiter aus: Seit 2024 hat Transco seine E-Flotte weiterentwickelt und will diese bis 2026 auf insgesamt zwölf Fahrzeuge erweitern. Zwei weitere Mercedes-Benz eActros 600 seien bereits im Zulauf. LNG fungiere aktuell als Brückentechnologie, während perspektivisch auch Wasserstofflösungen als Ergänzung im Antriebsmix geprüft werden. Ziel sei „ein ausgewogenes System, das sowohl ökologische Anforderungen erfüllt als auch die betriebliche Leistungsfähigkeit sicherstellt“.

Herausforderungen beim operativen Einsatz

Denn der operative Einsatz bleibe anspruchsvoll: Hohe Energiekosten, begrenzte Ladeinfrastruktur, unterschiedliche Netzverfügbarkeiten im internationalen Verkehr sowie technologische Abhängigkeiten, zählt Transco als Herausforderungen auf. Reichweitenstärkere Fahrzeuge wie der eActros 600 sollen dazu beitragen, „diese Einschränkungen zu reduzieren und neue Einsatzfelder zu erschließen, insbesondere auf längeren Distanzen“, so Transco.


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