Flottenmanagement: Kostenkontrolle gewinnt weiter an Bedeutung

07.01.2026 10:55 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Disponenten und Fahrpersonal profitieren laut Webfleet von klareren Prozessen und geringerer Belastung
© Foto: Webfleet

Kostenkontrolle werde 2026 zum zentralen Entscheidungskriterium im Flottenmanagement, so die Experten von Webfleet.

Steigende Kosten, Margendruck und wachsende regulatorische Anforderungen werden die Arbeit von Flottenmanagern in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Jahr 2026, so die Einschätzung von Webfleet, der Flottenmanagementlösung von Bridgestone. Dabei werde Kostenkontrolle „zum zentralen Entscheidungskriterium im Flottenmanagement“, betont Webfleet. Grundlage jeder wirksamen Kostensteuerung sei dabei Transparenz. „Der größte Hebel liegt darin, sichtbar zu machen, was im Fuhrpark tatsächlich passiert“, erklärte Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet. Erst wenn Fahrten, Standzeiten und Einsatzmuster nachvollziehbar sind, lassen sich Kosten gezielt beeinflussen. „Viele Kostenfaktoren bleiben ohne Daten verborgen.“

Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen

Dabei sind Fahrzeugwartungen laut Webfleet wesentliche Kostenfaktoren. „Predictive Maintenance“ sei hier der Schlüsselbegriff, denn durch die Auswertung von Fahrzeug- und Betriebsdaten sowie den Einsatz von KI ließen sich Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen und gezielt planen. „Jede Wartung kostet Geld. Eine unnötige Wartung verursacht Ausfallzeiten, eine zu spät durchgeführte Wartung kann noch teurer werden“, betonte Schmid. Ziel sei es, den optimalen Zeitpunkt zu treffen und die Fahrzeugverfügbarkeit zu sichern. Automatisierte Wartungsplanung, digitale Schadenabwicklung und der nahtlose Datenaustausch zwischen Systemen entlasten Disponenten und senken administrative Kosten.

Digitales Flottenmanagement rechnet sich

Grundsätzlich wirken sich digitale Flottenlösungen laut Schmid messbar auf die Kostensituation aus. „Beim Fahrverhalten lassen sich Einsparungen von acht bis zehn Prozent erzielen“, erklärte er. Gleichzeitig profitieren Disponenten und Fahrpersonal von klareren Prozessen und geringerer Belastung. „Wenn Routinearbeiten wegfallen und Planungen verlässlicher werden, steigt die Zufriedenheit“, sagte Schmid. Der wirtschaftliche Mehrwert digitaler Lösungen erhöhe sich signifikant durch ihre Integration in betriebliche Prozesse. Disposition, Wartung, Controlling und Einkauf profitieren von durchgängigen Systemen, die manuelle Arbeitsschritte reduzieren.

Großes Einsparpotenzial liegt im Depotladen

Auch Nachhaltigkeit bleibt laut Webfleet ein zentrales Thema im Flottenmanagement. Jede vermiedene Fahrt reduziert den Ressourcenverbrauch. „Der Kilometer, den Sie nicht fahren, ist der umweltbewussteste“, so Schmid. Digitale Routen- und Einsatzplanung helfe, Staus zu umgehen, Leerfahrten zu reduzieren und Fahrzeuge effizienter auszulasten. In diesem Zusammenhang, aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bleibt die Elektrifizierung von Flotten ein wichtiges Thema. „Es reicht nicht, nur von Diesel- auf Elektroantrieb zu wechseln. Die Infrastruktur entscheidet darüber, ob sich Elektromobilität rechnet. Das größte Einsparpotenzial liegt im Depotladen statt im öffentlichen Ladenetz“, sagte Schmid. Die Verfahren zum Aufbau der eigenen Ladekapazitäten seien aber aktuell auch aufgrund der zunehmenden Nachfrage oft langwierig, erklärte er.


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