Logistik-Barometer Bayern: Stimmung hellt sich deutlich auf

23.02.2026 15:38 Uhr | Lesezeit: 2 min
Lkw fährt auf Autobahn
Die Logistikunternehmen in Bayern korrigieren ihre Geschäftserwartung nach oben
© Foto: Wellnhofer Designs/ AdobeStock

Die bayerische Transport und Logistikbranche blickt zum Jahresbeginn 2026 überraschend optimistisch nach vorn. Das aktuelle Logistik Barometer Bayern des Center Neuer Adler (CNA) e.V. zeigt eine klare Trendwende bei den Geschäftserwartungen, die „deutlich besser als noch vor einem Monat“ ausfallen. Gleichzeitig bleibt die Branche mit einer Reihe struktureller Herausforderungen konfrontiert, die das Tagesgeschäft weiterhin spürbar bremsen.

Die Unternehmen im Freistaat bewerten ihre Aussichten für das erste Quartal 2026 deutlich positiver als zuletzt. Die Geschäftslage stabilisiert sich, und die Erwartungen ziehen spürbar an – ein Signal, das sich auch in den Indexwerten widerspiegelt. Während die bundesweite Konsumstimmung weiterhin im negativen Bereich verharrt, bewegt sich die bayerische Logistikbranche im positiven Trendkorridor und zeigt damit eine bemerkenswerte Robustheit.

Weniger Auftragsrückgänge, aber mehr Insolvenzen

Besonders auffällig ist die Entspannung bei zwei zentralen Belastungsfaktoren: Sowohl „Kündigung von Aufträgen“ als auch „Auftragsrückgang“ zeigen laut CNA eine Verbesserung der Lage. Gleichzeitig verschärft sich ein anderer Trend: Die „Insolvenz von Kunden“ steigt zum dritten Mal in Folge und entwickelt sich damit zu einem der kritischsten Risikofaktoren für die kommenden Monate. Für viele Unternehmen bleibt die Frage der finanziellen Stabilität ihrer Auftraggeber ein entscheidender Unsicherheitsfaktor.

Chrisbo
In wesentlichen Kriterien gehen die Bewertungen durch die Unternehmen spürbar nach oben
© Foto: CNA

Nach wie vor hohe Geschäftsrisiken

Die größten Einschränkungen im Tagesgeschäft bleiben struktureller Natur. Mit 57 Prozent führt die „wirtschaftliche Unsicherheit“ die Liste der Belastungen klar an, gefolgt von Bürokratie (47 Prozent), hoher Kostenbelastung (46 Prozent) und Investitionszurückhaltung (45 Prozent). Auch klassische Branchenthemen wie Fahrermangel (30 Prozent), hohe Energiekosten (30 Prozent) und Fachkräftemangel (29 Prozent) bleiben konstant relevant. Die Zahlen zeigen: Trotz positiver Geschäftserwartungen bleibt das operative Umfeld anspruchsvoll.

 


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