Der europäische Markt für Nutzfahrzeuge hat sich im ersten Quartal EU‑weit deutlich erholt. Nach den Rückgängen im Jahr 2025 lässt die von der European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA) ermittelte Neuzulassungsstatistik auf eine Trendwende hoffen. So wurden in der Fahrzeugkategorie Lkw über 16 Tonnen (t) in den ersten drei Monaten 2026 EU-weit 69.608 Fahrzeuge zugelassen, das entspricht einem Plus von 12,6 Prozent.
Kräftiges Plus im Heavy‑Truck‑Segment
Auch in Deutschland legten die Neuzulassungen im Heavy-Truck-Segment zweistellig zu, und zwar auf 13.601 Fahrzeuge (plus 11,1 Prozent). Besonders viel Dynamik gab es bei den batterieelektrischen Lkw ab 16 t: Hier haben sich die Neuzulassungen auf 497 fast verdoppelt (Q1/2025: 257). EU-weit zählte die ACEA im ersten Quartal 1624 neu zugelassene Trucks ab 16 t, das entspricht einem Plus von 80,6 Prozent.
Moderates Wachstum bei E‑Lkw in der mittleren Gewichtsklasse
In der mittleren Gewichtsklasse 3,5 bis 16 t war das Wachstum bei E-Fahrzeugen dagegen weniger stark ausgeprägt: EU-weit wurden hier im ersten Quartal 1975 Neuzulassungen registriert (plus 18,3 Prozent), hierzulande 890 (plus 44,5 Prozent).
Diesel bleibt trotz Zuwächsen bei E‑Lkw dominierend
Trotz des deutlichen Anstiegs der E-Lkw-Zulassungen bleibt der traditionelle Diesel-Antrieb sowohl in Europa als auch in Deutschland klar dominierend. Im gesamten Lkw-Segment ab 3,5 t liegt der Diesel-Anteil an allen EU-Neuzulassungen bei 92,4 Prozent, nur 4,4 Prozent entfielen auf BEV.
In Deutschland stieg der Elektro-Anteil in allen Lkw-Klassen auf 7,4 Prozent. Bei den schweren Lkw über 16 t liegt er aktuell aber nur bei 3,65 Prozent.