Es ist einer der letzten, noch kaum automatisierten Kernprozesse in der Intralogistik: das Be- und Entladen von Lkw. Unterschiedliche Anhängergeometrien, wechselnde Ladungsträger und beengte Platzverhältnisse stellen hohe Anforderungen an Technik, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Der Intralogistikkonzern Jungheinrich hat nun angekündigt, über eine Beteiligung an dem Technologieunternehmen Navflex eine autonome mobile Lösung für die Laderampe zu entwickeln.
Feldtests bei Großkunden
Die Lösung befindet sich demnach bereits in umfangreichen Feldtests bei Großkunden unter realen Einsatzbedingungen. Im Rahmen der Kooperation bringt Jungheinrich seine Erfahrung in der Entwicklung von Flurförderzeugen und autonomen mobilen Robotern sowie seine Integrations- und Servicekompetenz ein, während Navflex eine spezialisierte Software für autonome Wahrnehmung, Navigation, Sicherheit und Prozesslogik im Lkw-Umfeld beisteuert.
Navflex wurde 2021 in Deutschland gegründet, hat seinen Hauptsitz in Broomfield, Colorado, und unterhält eine Niederlassung in München.
Keine zusätzliche Infrastruktur nötig
Grundlage der Lösung ist eine industrialisierte Fahrzeugplattform von Jungheinrich, die für den automatisierten Einsatz an der Laderampe weiterentwickelt wird. Sie sei speziell auf die Anforderungen variabler Dock-Umgebungen ausgelegt und lasse sich ohne zusätzliche Infrastruktur in bestehende Logistikprozesse integrieren, verspricht der Hamburger Hersteller.
„Das Be- und Entladen von Lkw ist für viele unserer Kunden ein zentraler Engpass im Materialfluss“, sagt Tobias Harzer, Chief Automation Officer Jungheinrich. „Gemeinsam mit Navflex entwickeln wir eine Lösung, die diesen Prozess gezielt adressiert und zuverlässig automatisiert. Neben Robustheit, Kompaktheit und Manövrierfähigkeit an der Rampe legen wir dabei besonderen Wert auf das Thema Sicherheit im Mischverkehr mit den Menschen.“