Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Gründe sind unter anderem streikbedingte Ausfälle, Belastungen während der weiteren Automatisierung der Hamburger Containerterminals sowie eine Wertberichtigung im Segment Logistik.
Für den Teilkonzern Hafenlogistik erwartet das Unternehmen nun ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) zwischen 100 und 120 Millionen Euro. Bislang war die HHLA von 135 bis 155 Millionen Euro ausgegangen.
Containerumschlag entwickelt sich schwächer als erwartet
Auch beim Containerumschlag wird die HHLA pessimistischer. Statt des bislang erwarteten leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr rechnet der Hafenlogistiker nun mit einem deutlichen Minus.
Als Ursachen nennt das Unternehmen einerseits streikbedingte Ausfälle. Andererseits wirkt sich die Anlaufphase der weiteren Automatisierung der Hamburger Containerterminals auf das Umschlaggeschäft aus.
Die Prognose für den Containertransport bleibt dagegen unverändert. Hier erwartet die HHLA weiterhin einen leichten Zuwachs.
HHLA nimmt Wertberichtigung von zwölf Millionen Euro vor
Zusätzlichen Druck auf das Ergebnis bringt die strategische Überprüfung des Beteiligungsportfolios. Im Zuge der stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft hat die HHLA ihre Neu- und Ausgründungen von Geschäftsaktivitäten untersucht.
Auf Grundlage von Marktsondierungen ergibt sich daraus für das Segment Logistik eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von rund zwölf Millionen Euro.
Konzern-EBIT sinkt deutlich
Die Ergebnisprognose für den gesamten HHLA-Konzern wird entsprechend ebenfalls reduziert. Statt eines EBIT zwischen 150 und 170 Millionen Euro erwartet das Unternehmen für 2026 nun eine Bandbreite von 115 bis 135 Millionen Euro.
Unverändert bleibt dagegen die Umsatzprognose. Hier rechnet die HHLA weiterhin mit einem deutlichen Anstieg.
Automatisierung belastet zunächst das Hafengeschäft
Die Prognosekorrektur zeigt, dass die laufende Transformation der Containerterminals kurzfristig operative Belastungen mit sich bringt. Neben den Folgen von Arbeitsausfällen wirkt sich insbesondere die Anlaufphase der Automatisierung auf den Containerumschlag aus.
Für das Gesamtjahr erwartet die HHLA daher ein schwächeres Ergebnis als bislang angenommen, während die Einschätzungen für Umsatz und Containertransport bestehen bleiben.