Der E-Lkw-Hersteller SuperPanther verstärkt sein Management für den europäischen Markt. Dr. Holger Scherr übernimmt im November die Position des Executive Vice President Europe. Gemeinsam mit Europa-Präsident Dr. Michael Ruf und dem bestehenden Team soll er den weiteren Aufbau des Geschäfts verantworten.
Der Manager bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus der Nutzfahrzeugindustrie mit. Viele Jahre davon verbrachte Scherr bei Daimler und Daimler Truck. Zuletzt war er Präsident und CEO von Beijing Foton Daimler Automotive sowie Mitglied des Executive Committee von Mercedes-Benz Trucks.
Scherr bringt Erfahrung aus der Nutzfahrzeugbranche mit
Im Laufe seiner Karriere war Scherr unter anderem in Fahrzeugentwicklung, Logistik, Supply Chain Management und operativem Geschäft tätig. Zudem war er am Aufbau und an der Lokalisierung des Mercedes-Benz-Lkw-Geschäfts in China beteiligt.
Auch in der Fahrzeugentwicklung übernahm Scherr Führungsverantwortung. Dazu gehörten das Entwicklungsprogramm des Mercedes-Benz Zetros sowie eine zentrale Rolle beim Actros.
Diese Erfahrungen sollen nun in den Aufbau des europäischen Geschäfts von SuperPanther einfließen.
SuperPanther fährt E-Lkw-Produktion hoch
Der Wechsel fällt in eine wichtige Wachstumsphase des Unternehmens. SuperPanther hat beim batterieelektrischen eTopas 600 den Schritt von der Erprobung zur Serienproduktion vollzogen.
Seit Juli 2026 wird das Fahrzeug bei Steyr Automotive in Österreich gefertigt. Die ersten Serienfahrzeuge wurden Ende Juli an Kunden übergeben, darunter DHL Freight.
Bis Ende 2026 plant SuperPanther die Auslieferung von rund 100 Fahrzeugen an europäische Kunden. Bis Ende 2027 soll die Zahl auf insgesamt 1.000 Einheiten steigen.
Service und Ersatzteile für E-Lkw werden ausgebaut
Parallel zum Produktionshochlauf baut SuperPanther seine Strukturen für den laufenden Fahrzeugbetrieb auf. Für Wartung und Service arbeitet das Unternehmen mit Alltrucks zusammen.
Zusätzlich unterhält SuperPanther zwei Ersatzteillager innerhalb der Europäischen Union. Damit sollen Produktionshochlauf, Vertrieb und After-Sales-Strukturen möglichst parallel wachsen.
SuperPanther will Position in Europa ausbauen
Mit der Besetzung der neuen Managementposition schafft SuperPanther zusätzliche personelle Kapazitäten für seine Expansionspläne. Neben dem Fahrzeugverkauf dürften insbesondere belastbare Service- und Ersatzteilstrukturen darüber entscheiden, wie sich ein neuer Hersteller im europäischen Nutzfahrzeugmarkt etablieren kann.
Scherrs Aufgabe wird damit in eine Phase fallen, in der SuperPanther die bislang vergleichsweise kleinen Stückzahlen deutlich erhöhen will. Der geplante Sprung von rund 100 ausgelieferten E-Lkw bis Ende 2026 auf insgesamt 1.000 Fahrzeuge bis Ende 2027 stellt entsprechend höhere Anforderungen an Produktion, Vertrieb und Service.