Das Frachtaufkommen am Flughafen Hahn ist mit über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten zehn Monaten 2020 ordentlich gestiegen

©Thomas Frey/dpa/picture-alliance

Flughafen Hahn legt beim Frachtaufkommen erneut deutlich zu

Der einstige Militär-Airport Hahn kämpft vor dem Winter mit der Corona-Flaute. Deutlich weniger Passagiere heben im Hunsrück ab. Anders sieht es bei der Fracht aus.

Hahn. Der Hunsrück-Flughafen Hahn verbucht in Corona-Zeiten weiterhin ein Minus bei den Passagierzahlen, aber ein Plus im Frachtgeschäft. Wie aus der jüngsten Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervorgeht, legte das Cargo-Aufkommen demnach im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitmonat um 43,4 Prozent auf 23.106 Tonnen zu. Während der ersten zehn Monate dieses Jahres steigerte es sich gemessen am Vorjahreszeitraum um 34,9 Prozent auf 185.264 Tonnen.

Flughafen profitiert von Nachtflugerlaubnis und Beiladungen

Der Flughafen Hahn besitzt eine begehrte Nachtflugerlaubnis. Nur vier andere größere deutsche Airports haben ebenfalls eine. Zudem profitiert der Hahn von Fracht, die vor Corona als Beiladung von Passagierflügen geflogen worden wäre.

Der Airport im Hunsrück gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Bundesland Hessen. Der einstige US-Militärflughafen Hahn ist der einzige größere Airport in Rheinland-Pfalz.

Die ADV zog bundesweit eine gemischte Bilanz: Im Passagiergeschäft zeige der Trend insgesamt weiter abwärts, bei der Luftfracht dagegen gebe es positive Zeichen. Das Frachtaufkommen sei im Oktober den zweiten Monat in Folge gewachsen: „Funktionierende Logistikketten und die sich erholende Konjunktur pushen sich gegenseitig.“ (dpa/sn)

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LUFTFRACHT & AIRCARGO.

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