Edeka Zentrallager Oberhausen

Am Goldammerweg in Oberhausen entstand auf einem Brownfield das neue Logistikzentrum von Edeka Rhein-Ruhr

©Edeka Rhein-Ruhr

Edeka Rhein-Ruhr eröffnet neues Zentrallager

In nur zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern.

Moers/Oberhausen. Edeka Rhein-Ruhr hat am 21. September in Oberhausen sein neues Zentrallager offiziell eröffnet. Bereits im Juni war mit dem Tiefkühllager der erste Teilbereich von Moers nach Oberhausen gezogen und nahm den Betrieb am neuen Standort auf. Wenige Wochen folgten Obst, Gemüse und Molkereiprodukte. Nun lud das Handelsunternehmen zur Teileröffnung des neuen Logistikzentrums an den Goldammerweg ein. Aktuell arbeiten laut Edeka über 400 Menschen am neuen Standort. Der größte Teil hat zuvor im Lager Moers gearbeitet, rund 70 Stellen wurden neu geschaffen. Perspektivisch soll die Zahl der Mitarbeitenden auf bis zu 1.000 anwachsen.

90 Millionen Euro in technische Infrastruktur vestiert

Die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen wurden laut Edeka in nur zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern. Dabei investierte man rund 110 Millionen Euro in den Bau sowie weitere 90 Millionen Euro in die technische Infrastruktur, die der Anlagenbauer und Automatisierungsspezialist Witron lieferte. „Wir gehören zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die sich überhaupt an automatisierte Prozesse für diese empfindlichen Lebensmittel wagen“, betont Andy Bertmann, Logistikleiter Edeka Rhein-Ruhr.

Eigenes Blockheizkraftwerk

Neben technischen Innovationen setzte Edeka in Oberhausen auch auf ökologische Aspekte. So würden mit dem neuen Standort drei Millionen Lkw-Kilometer jährlich eingespart, betont das Handelsunternehmen. Hinzu komme ein eigenes Blockheizkraftwerk, das den Energiebedarf zum Heizen und Kühlen selbst erzeugt – zu großen Teilen aus der Wärme, die in den Hallen entsteht.

Peter Wagener, Geschäftsführer Edeka Rhein-Ruhr, nutzte die Eröffnung, um auf die grundsätzliche Bedeutung der Handelslogistik hinzuweisen: „In der Pandemie haben wir gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen eine hervorragende Lebensmittelversorgung in Deutschland sicherstellen können. Mit unserem neuen Logistikzentrum in Oberhausen bauen wir unsere Leistungsfähigkeit weiter aus.“

Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, hob vor allem die Bedeutung des Neubaus für den Standort hervor: „Ein besseres Beispiel für Strukturwandel könnte man sich kaum ausdenken: Hier, wo erst die Zeche Hugo ihre Werkstätten hatte und später ein Teil der nationalen Kohlereserve gelagert wurde, steht nun eins der modernsten Lebensmittellager Deutschlands.“

In den kommenden Monaten soll die teilautomatische Obst- und Gemüsekommissionierung in Betrieb genommen werden. Ab dem Frühjahr 2022 zieht das sogenannte „Trockensortiment“ von Moers nach Oberhausen und schließt das Projekt damit ab. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special HANDELSLOGISTIK & E-COMMERCE.

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Handelslogistik & E-Commerce, Logistikregion Nordrhein-Westfalen, Lagertechnik & Regale, Edeka


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