Pakete

Der Trend zu Online-Bestellungen hat im Corona-Jahr die Zahl der Paketsendungen deutlich nach oben getrieben

©Rolf Vennenbernd/dpa/picture-alliance

Corona beschleunigt Strukturwandel in der Post- und Paketbranche

Laut der Bundesnetzagentur ist die Briefmenge in Deutschland im vergangenen Jahr um neun Prozent gesunken, während Paketsendungen dank des E-Commerce-Booms um 17 Prozent zugelegt haben.

Bonn. Die Corona-Krise hat den Rückgang der Briefmengen in Deutschland deutlich verstärkt. Wie die Bundesnetzagentur am Freitag mitteilte, sank die Sendungszahl schätzungsweise um neun Prozent auf 12,4 Milliarden. 2019 hatte es ein Minus von nur rund 4 Prozent gegeben. Weil die Menschen im Internetzeitalter weniger Briefe schreiben und viele Firmen verstärkt auf digitale Kommunikation setzen, sinkt die Briefmenge schon seit langem. Im Corona-Jahr 2020 kam als Negativfaktor hinzu, dass viele von der Krise betroffene Unternehmen – vor allem Einzelhändler – auf Werbepost verzichteten.

Zugleich boomt der Paketmarkt wegen des Online-Handels. Hier stiegen die Sendungen im Jahr 2020 in Deutschland nach Schätzung der Bonner Behörde um 17 Prozent auf 3,6 Milliarden – damit zog das Wachstum verglichen mit 2019 deutlich an, als es ein Plus von rund 6 Prozent gegeben hatte. (dpa/ag)

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