Straßenbau, Baustelle, Niedersachsen, Walze

Bundesprojekte im Straßenbau sind im Corona-Jahr 2020 teurer ausgefallen als ursprünglich geplant

©Daniel Reinhardt/dpa/picture-alliance

Bundesprojekte im Straßenbau verteuern sich

Gegenüber der Finanzplanung des Bundesverkehrsministeriums schlugen Baumaßnahmen auf Bundesstraßen und Autobahnen 2020 mit durchschnittlich 3,3 Prozent mehr zu Buche.

Berlin. Baumaßnahmen auf Bundesstraßen und Autobahnen werden teurer. Wie aus einer Unterrichtung des Verkehrsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervorgeht, haben sich Projekte 2020 gegenüber den Finanzplanungen um mindestens 1,59 Milliarden Euro verteuert. Das entspreche einer durchschnittlichen Ausgabensteigerung von 3,3 Prozent. Der Bericht lag der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vor. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet. Die Unterrichtung umfasst die ersten drei Quartale 2020. Dabei geht es um Kostensteigerungen bei Bundesprojekten von mehr als 20 Prozent.

Der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler kritisierte, Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gebe jedes Jahr Milliardensummen für unsinnige Straßenbauprojekte aus. Das Geld, das im Straßenbauetat verschwendet werde, fehle am Ende für Investitionen in sichere Radwege, pünktliche Züge und saubere Busse. Die Grünen hatten bereits ein Straßenbau-Moratorium gefordert. „Das Straßennetz in Deutschland ist längst fertiggestellt und ist eines der dichtesten auf der ganzen Welt“, so Kindler. „Es gibt in Zeiten der Klimakrise keine verkehrspolitische Notwendigkeit mehr neue Straßen zu bauen.“ (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSPOLITIK DEUTSCHLAND.

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