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Der Absatz der MAN-Gruppe fiel in den ersten sechs Monaten um 34 Prozent auf 47.301 Fahrzeuge

©Sven Hoppe/dpa/picture-alliance

Wegen Corona: MAN-Gruppe verzeichnet hohe Verluste im ersten Halbjahr

Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus hatte dem Fahrzeughersteller zufolge bereits im ersten Quartal den Absatz zusätzlich erschwert und ab der zweiten Märzhälfte zu Werksschließungen der Produktionsstandorte geführt. Der Blick in die Zukunft ist ungewiss.

München. Die MAN-Gruppe – bestehend aus den Unternehmen MAN Truck & Bus und MAN Latin America – hat die Folgen der bereits zu Jahresbeginn erwarteten Marktabschwächung in Europa sowie die deutlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 deutlich zu spüren bekommen. Das Unternehmen hat Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnet, heißt es in einer aktuellen MAN-Pressemitteilung.

Der Absatz der MAN-Gruppe fiel demnach in den ersten sechs Monaten um 34 Prozent auf 47.301 Fahrzeuge, in der Folge reduzierte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Die MAN-Gruppe schloss das erste Halbjahr mit einem operativen Verlust in Höhe von minus 423 Millionen Euro (248 Millionen Euro) ab. Die Operative Rendite lag bei minus 9,1 Prozent, nach 4,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus hatte bereits im ersten Quartal den Absatz zusätzlich erschwert und ab der zweiten Märzhälfte zu Werksschließungen der Produktionsstandorte geführt, so das Unternehmen. Ende April habe die MAN-Gruppe damit begonnen, die Werke schrittweise wieder anlaufen zu lassen. Mittlerweile werde an allen Standorten wieder produziert.

„MAN hat mit umfangreichen Maßnahmen auf die Covid-19-Krise reagiert, um die Auswirkungen abzumildern. Dazu zählt neben vorübergehenden Produktionsstopps vor allem die weitere Stabilisierung des operativen Geschäfts“, erklärt Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE. „Mit der im Februar eingeführten neuen Truck Generation und der angestrebten Neuausrichtung des Unternehmens schaffen wir die Voraussetzungen für ein profitables und nachhaltiges Wachstum der MAN-Gruppe.“

Pandemie macht Prognosen schwierig

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das Wirtschaftsumfeld machen konkrete Aussagen zum erwarteten weiteren Geschäftsverlauf äußerst schwierig. Die Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Lieferketten seien auch vor dem Hintergrund einer möglicherweise wieder steigenden Zahl der Infektionsraten in Europa oder anderen Weltregionen aktuell nicht verlässlich einschätzbar. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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