Logistik Innovativ: Fokus auf Resilienz und Infrastruktur

18.06.2026 13:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
Gruppenbild aller Teilnehmer beim Abendempfang des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr anlässlich des 14. Symposiums LOGISTIK INNOVATIV 2026 an der Festhalle Hohenaschau zu Füßen des Schlosses Hohenaschau.
Empfang beim Symposium „Logistik Innovativ“ in Hohenaschau: Rund 160 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutierten resiliente Lieferketten und Verkehrs-Infrastruktur
© Foto: LKZ Prien GmbH

Beim Symposium „Logistik Innovativ“ in Prien wurde zum fachlichen Austausch über die Zukunft von Logistik, Mobilität und Infrastruktur geladen. Bayerns Verkehrsminister Bernreiter warnt vor Störungen globaler Versorgungssysteme.

Beim 14. Symposium „Logistik Innovativ“  kamen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden am 16. und 17. Juni 2026 zum zweitägigen Branchentreffen in Prien am Chiemsee unter dem Leitthema „Resilienz und Sicherheit – Gemeinsam die Logistik und Mobilität von Morgen gestalten“ zusammen. Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter hatte entsprechend am Dienstag zu einer Abendveranstaltung geladen, wo er die Bedeutung stabiler Verkehrs- und Logistiksysteme hervorhob.

Resilienz wird zum zentralen Thema für Lieferketten

Resiliente Lieferketten und belastbare Infrastruktur standen im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussionen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Politik tauschten sich darüber aus, wie sich Logistik- und Verkehrssysteme besser gegen Krisen absichern lassen.

In seiner Festrede verwies Bernreiter auf aktuelle geopolitische Entwicklungen, die die Verwundbarkeit globaler Lieferketten deutlich machen. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen würden deutlich vor Augen führen, wie sensibel globale Liefer- und Versorgungsketten auf Krisen und Störungen reagieren. 

Verkehrsbranche als Rückgrat von Wirtschaft und Versorgung

Die Rolle der Branche geht weit über den Normalbetrieb hinaus. Bernreiter bezeichnete Transport, Logistik und Mobilität als zentrale Säulen für wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit. Besonders in Krisenzeiten werde die Leistungsfähigkeit der Systeme sichtbar.

Sein Dank richtete sich ausdrücklich an Unternehmen und Beschäftigte: Sie leisten täglich einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung funktionierender Versorgungsstrukturen.

Infrastruktur, Digitalisierung und Fachkräfte als Schlüssel

Drei zentrale Handlungsfelder identifizierte der Staatsminister für mehr Resilienz:

  • leistungsfähige und moderne Infrastruktur

  • stärkere digitale Vernetzung der Verkehrsträger

  • Gewinnung qualifizierter Fachkräfte

Mit dem Güterverkehrskonzept Bayern verfolgt die Staatsregierung das Ziel, den Warentransport effizienter zu gestalten und Verkehrsträger stärker miteinander zu verzahnen.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung

Internationale Kooperation rückt stärker in den Fokus der Verkehrspolitik. Besonders im Alpenraum seien funktionierende Verbindungen und abgestimmte Strategien essenziell: „Gerade im Alpenraum sind leistungsfähige Verkehrsverbindungen und abgestimmte Lösungen über Ländergrenzen hinweg unverzichtbar, um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Mobilität langfristig zu gewährleisten“, betonte Staatsminister Bernreiter.

Paneldiskussionen für konkrete Lösungen

Im Anschluss moderierte von Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien, eine Diskussionsrunde mit Bernreiter, René Zumtobel, Landesrat für Verkehr, Umwelt und Naturschutz der Tiroler Landesregierung, Sandra Herbst vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Christine Völzow von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sowie Philipp Wessiak vom Verein Netzwerk Logistik (VNL) Österreich über Versorgungssicherheit, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit und grenzüberschreitende Wirtschaftsräume. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit im Alpenraum und der gemeinsamen Weiterentwicklung leistungsfähiger Verkehrs- und Logistiksysteme entlang der europäischen Nord-Süd-Achsen. 

Bei den weiteren Panel-Moderation war neben Anderen auch VR-Chefredakteur Gerhard Grünig vertreten: Er leitete das Panel "Resiliente Infrastruktur: Systeme vernetzen – Versorgung sichern ". Weitere Sessions waren "Lieferketten unter Druck", "Dialogforum – Vom Systemdruck zur Wirksamkeit", "Führung und Resilienz: Menschen und Organisationen wirksam befähigen", "Digitale Resilienz: KI & Vernetzung als Enabler" und "Resilienz vor Ort: Versorgung sichern, Leben schützen". Mehr über das Programm und die Panelteilnehmer finden Sie hier.

Symposium als Plattform für nachhaltige Lösungen

Das Symposium „Logistik Innovativ“ wolle sich nach Angaben des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr weiter als zentrale Austauschplattform der Branche etablieren. Bernreiter würdigte die Veranstaltung als wichtigen Impulsgeber für praxisnahe Lösungen.

Auch in diesem Jahr brachte die Veranstaltung Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Kommunen und Wissenschaft zusammen, um gemeinsame Strategien für eine sichere, nachhaltige und leistungsfähige Logistik zu entwickeln.


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