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Verdi hat sich gegen eine Verringerung der gesetzlich festgeschriebenen Zustelltage von sechs auf fünf in der Woche ausgesprochen (Symbolfoto)

©Ulrich Niehoff/picture-alliance

Verdi: Werktägliche Zustellung muss bleiben

Die Gewerkschaft Verdi warnt vor einer Verringerung der gesetzlich festgeschriebenen Zustelltage bei der Post und fürchtet als Folge einen Arbeitsplatzabbau.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich gegen eine Verringerung der gesetzlich festgeschriebenen Zustelltage von sechs auf fünf in der Woche ausgesprochen und warnt in diesem Zusammenhang vor einem Arbeitsplatzabbau. Die Zustellung von Briefen und Paketen an die Haustür an sechs Tagen in der Woche sei „ein Kernelement einer qualitativ hochwertigen Postversorgung in Stadt und Land“, daran dürfe „nicht gerüttelt werden“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis.

Wenn die Zustelltage reduziert würden, seien als Folge bei der Deutschen Post mindestens 10.000 tariflich und sozial geschützte Arbeitsplätze in der Zustellung und in den Briefzentren bedroht, warnte Verdi. Das könne Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) „nicht egal sein“. Das am Donnerstag, 1. August, vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Eckpunktepapier zur Reform des Postgesetzes sieht eine entsprechende Überprüfung der Zustelltage vor.

Bei der Neugestaltung des Postrechtes müssten die grundgesetzlich verankerte Gewährleistung einer flächendeckenden Postversorgung und die Sicherung von sozial und tariflich geschützten Arbeitsplätzen im Vordergrund stehen, erklärte Verdi. Angesichts der sozialen Verwerfungen in der Paketbranche sei unter anderem eine Erweiterung der bislang auf Briefdienstleistungen beschränkten Lizenzpflicht um die Paketdienstleistungen sinnvoll. (tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special POST- & BRIEFMARKT.

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