Die Unternehmen in Deutschland planen nach Einschätzung des Ifo-Instituts, insgesamt etwas weniger Stellen abzubauen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Oktober leicht auf 95,5 Punkte, nach 95,1 Punkten im September. „Die Unternehmen werden beim Stellenabbau etwas vorsichtiger. Für einen breiten Beschäftigungsaufbau fehlt dem Aufschwung aber noch die Stärke“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
In der Industrie habe sich die Situation gegenüber September allerdings leicht verschlechtert. Die Unternehmen planten weiter mit weniger Personal.
Unterschiede zwischen den Branchen
Vor allem in der Automobilindustrie sollen laut dem Ifo-Institut weitere Stellen abgebaut werden. Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen seien dagegen mehr Neueinstellungen vorgesehen. Zuletzt plante die Industrie Anfang 2023 einen Personalaufbau.
Die Dienstleister wollen laut dem Ifo-Institut eher Stellen aufbauen. Auch bei Leiharbeitsfirmen wachse angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten die Zuversicht. Im Handel planten die Unternehmen dagegen unverändert mit weniger Personal. Auch im Baugewerbe zeichne sich ein leichter Stellenabbau ab.
Zuversicht bei Ökonomen wächst
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich zuletzt erneut verbessert – laut Ifo-Institut den sechsten Monat in Folge. Für die Konjunktur wächst die Zuversicht: Die Bundesregierung rechnet mit 1,3 Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr. Das Ifo-Institut erwartet ein Plus von 1,4 Prozent. Damit würde eine jahrelange Flaute enden: 2025 hatte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent zugelegt, in den beiden Jahren davor war die Wirtschaft geschrumpft.