Die Umsätze im deutschen Mittelstand haben sich im September weiter leicht positiv entwickelt, wie der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex des Datev-Mittelstandsindex zeigt. Dieser verzeichnet mit 96,9 Punkten ein Plus um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat fällt der Index allerdings um 1,0 Prozent, wobei der Blick auf die Unternehmensgrößen dabei unterschiedliche Verläufe zeigt: Mittlere Unternehmen können ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent steigern, kleine Unternehmen um 2,1 Prozent. Bei Kleinstunternehmen ist der Trend gegenläufig, ihre Umsätze sinken um 4,6 Prozent.
Umsätze liegen unter dem Vorjahresniveau
Insgesamt liegen in den betrachteten Branchen die Umsätze durchweg unter dem Vorjahresniveau. Den geringsten Rückgang verzeichnet das Gastgewerbe mit minus 3,1 Prozent. „Der Umsatz bewegt sich nominal seitwärts und liegt damit nahezu auf dem Vorjahresniveau. Das saison- und kalenderbereinigte Plus von 1,0 Prozent bleibt angesichts der weiter steigenden Löhne ein schwaches Signal“, sagte sagt Datev-CEO Robert Mayr. Die Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen und Branchen würden zudem zeigen, dass „diese Entwicklung nicht alle Teile des Mittelstands gleichermaßen erreicht“.
Löhne wachsen stärker als die Umsätze
Nach wie vor im Aufwärtstrend zeigt sich laut Datev der Lohnindex. Im September fallen die Löhne saison- und kalenderbereinigt um 5,5 Prozent höher aus als im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Vormonat ergibt sich ein Zuwachs von 0,6 Prozent. Damit bleibe der Lohnanstieg „ein wesentlicher Kostenfaktor“. Am stärksten zeigt er sich mit 6,5 Prozent wieder im Gastgewerbe.
Die Beschäftigung ist nach wie vor leicht rückläufig. Der entsprechende Teilindex sinkt im September um 0,2 Prozent – sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat. Bei den Unternehmensgrößen zeigen sich dabei Unterschiede. In Kleinstunternehmen gibt es einen Beschäftigungszuwachs um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau, kleine und mittlere Unternehmen bauen dagegen um 0,2 beziehungsweise 0,5 Prozent ab.