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Video-Umfrage: Was LKW-Fahrer wirklich wollen

Der Fahrermangel belastet die Transport- und Logistikbranche
© Foto: Sefma

Warum wollen junge Leute nicht mehr LKW-Fahrer werden? Was müsste sich in der Branche ändern?


Datum:
12.08.2011
Autor:
Eva Hassa
7 Kommentare

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München. Warum wollen junge Leute nicht mehr LKW-Fahrer werden? Was müsste sich in der Branche ändern? Auf dem Autohof Schweitenkirchen startete die VerkehrsRundschau eine Umfrage unter LKW-Fahrern. Was Fahrern an ihrem Beruf gefällt, welche Missstände sie anprangern, sehen Sie auf VerkehrsRundschau TV.

Praxisnahe und nutzwertige Tipps zum Thema liefert zudem die Fachkonferenz „Den Fahrermangel erfolgreich bekämpfen“ der VerkehrsRundschau am 8. November 2011 in Fulda. Weitere Informationen im Internet unter www.verkehrsrundschau.de/events; bei Rückfragen events@springer.com. (eh)

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KOMMENTARE


Jürgen Betz

12.08.2011 - 13:17 Uhr

Abgesehen von der nicht besonders attraktiven Arbeitszeit und bezahlung bräuchte der LKW-Fahrer eine stärkere Lobby.Wenn ich sehe das viele Gemeinden Schilder aufgestellt haben um gegen den LKW Verkehr zu demonstrieren,so müsste man den Demonstranden und Schilderaufstellern mal begreiflich machen von wo die ganze Ware herkommen soll die sie in den Supermärkten kaufen wenn nicht vom LKW.Wenn alle LKW-Fahrer mal streiken würde sich meiner meinung nach das ansehen des LKW-Fahrers schnell verbessern.


KLaus

12.08.2011 - 18:35 Uhr

Von Sonntagabend bis Samstagmittag auf den Bock. Dann ein freier Samstag.Für die Familie???? Nein - zur Weiterbildung und zusätzlich 85 € zahlen.Doch doch, wo kann ich arbeiten?? Das Geld, zum sterben zu wenig und zum leben? ich lebe ja nicht, ich fahre ja nur. Keine Kultur, keine Freizeit und betrügen mußich auch noch(wegen der Fahrzeit) Alles mein Risiko, ußgeld, Ladungssicherung und und und.Damit gehen Sie mal in die Schule. Wieviele wollen da wohl die Hand heben. Achso, als ich i die Gewerkschaft eingetreten bin und vorsichtig nach Sicherheitskomponente fragte -- war ich arbeitslos. Also, gibt es noch genug Kollegen das alles für einige Euro machen.


HP

12.08.2011 - 23:11 Uhr

Aus (unter anderen) folgenden Gründen sollten oder können junge Männer nicht mehr als LKW-Fahrer tätig sein:* Durch die weggefallene Wehrpflicht fällt die Bundeswehr als Ausbildungsstätte für Klasse 2 bzw. CE ersatzlos weg.* Welcher junge Mann ist in der Lage, im Alter von 21 Jahren mehrere 1000 Euro in den LKW-Führerschein zu investieren - und dies ohne Jobgarantie.* Warum sollte ein junger Mann einen Beruf ergreifen, in dem schon bei geringen Verstößen gegen von EU-Theoretikern erfundene Vorschriften, ein Bußgeld in Höhe eines Monatsgehaltes fällig wird.* Warum sollte man einen Beruf ergreifen, in dem man von Politikern, Bürger-Initativen, weltfremden Gemeinderäten oder sonstigen Phantasten immer nur als "der Böse" betitelt wird, obwohl man doch nur seine Arbeit, auch für die Vorgenannten macht.* Warum einen Beruf ergreifen, in dem einem ein Zeitrechner sagt, wann man Pause zu machen hat, obwohl man die Pause im Augenblick noch gar nicht nötig hat. Wo man dann keine Pause machen kann wenn man sie dann braucht, weil sonst die Abläufe nicht fristgerecht beendet werden können.* Warum sollte man sich auf der Straße mit PKW-Fahren rumärgern, die einem den ganzen Tag, teilweise auch aus Unwissenheit, meist aus Ignoranz, ausbremsen, abdrängen, belehren, ausbeschleunigen usw.. * Warum sollte mein Sohn, obwohl mit CE-Schein und Fahrkönnen ausgestattet, für weniger Geld als derzeit im 35-Stunden Job doppelt so viele Stunden wöchentlich arbeiten.* Deshalb bin ich der Letzte in unserer Familie, der diesem Beruf nachgeht und ich sage jedem, der nur entfernt mit dem Gedanken spielt, LKW-Fahrer zu werden: Tu das nicht, lass es!Schade eigentlich, denn es hat vor Jahrzehnten mal richtig Spass gemacht. Aber das ist lange vorbei.......aber alles wird gut.....hoffentlich.....


Heinrich Roll

13.08.2011 - 11:53 Uhr

Als wir 1978 mit der Ausbildung zum Berufskraftfahrer angefangen haben wurden wir belächelt. Das kostet ja nur Geld/Führerschein. Unsere Personalpolitik wurde langfristig angelegt. Bis zum Verkauf der Roll Sped. an Schenker haben wir über 150 jungendliche Fahrer ausgebildet und viele weiterbeschäftigt.Andere Unternehmen holten die Bundeswehrler die meist andere Berufe erlernt hatten und verheizten die Jungs. Oft waren die nach 2- 3 Jahren wieder raus aus dem Beruf. Obwohl die Bezahlung im Verhältnis gut war. Doppelte Spesen, Leistungslohn etc).Da ich mit vielen Fahrern noch einen engen Kontakt habe, kenne ich die Probleme genau.Die Punkte der vorigen Berichte kann ich hauptsächlich unterstreichen insbesondere die gesetzl. Regelungen der letzten Jahre machne keinen Spaßmehr zu fahren. 1. Viele Spediteure und Transporteure sind an der Misere selbst Schuld. Viele Herren Disponeten behandeln die Fahrer nicht fair. Es werden bewußt Aufträge angenommen wo die Fahrer für die Beladung und Entladung mißbraucht werden. Oft werden sogar Mitnahme-Stapler und Krane kostenfrei gestellt. Wo bleibt da die Pause des Fahrers? Die Tranporte für Aldi und Co. hatten wir nicht angenommen!2. Versand und Wareneingang sind in fast allen Betrieben die minderwertigsten Arbreitsplätze. Wie dort mit den LKW - Fahren umgegangen wird ist oft unter aller Sau!! Entschuldigung!! Oft habe ich mich mit den Königen der Rampe und deren Abteilungsleiter auseinandergesetzt und die Aufträge abgelehnt. Daß der Beruf nicht leicht ist und unterschätz wird ist wahr,aber es gibt auch noch Firmen wo die Fahrer ordentlich behandelt werden und die Zeiten eingehalten werden. Das hat sich gewaltig gändert.Schauen wir in die Schweiz, dort ist der Chaufeur geachtet und geschätzt.


Ralf Lazik

18.08.2011 - 20:47 Uhr

Im Jahre 2009 waren ca. 33% aller Kraftfahrer über 50 Jahre alt. Der "Nachwuchs" lag bei etwa 3,3%...! Ich kenne die aktuellen Zahlen nicht, weiss aber dass dies ein gesamteuropäisches Problem ist.Dem Transportsektor, den Unternehmen - die nicht ausbilden, und den Politikern in Deutschland und der gesamtem EU möchte ich ein Zitat an ihr Herz legen: "Deutschland - wir weben dein Leichentuch". Richtig müsste es heißen: "Ihr webt euch euer eigen Leichentuch". Warten wir ruhig noch ein paar Jahre...? Ralf "the teacher"


King

12.12.2011 - 23:41 Uhr

Wenn nur 30% meiner Kollegen begreifen würden, das wir LKW Fahrer die Macht haben, die ganze Wirtschaft lahm zu legen... nur 1 Woche, an dem kein einziger LKW fährt... stellt euch die Auswirkungen vor... die Supermärkte wären leer, Die Tankstellen ohne Treibstoff und die Heizung bleibt aus!Hunderte Milliarden Wirtschaftsschaden... und das alles nur, weil die Konzerne und all diejenigen, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ihre Milliarden-Gewinne nicht an die Dienstleister Spedition weitergibt und so in Folge Preisekämfe über die Löhne der Fahrer ausgetragen werden. Heute verdient ein LKW-Fahrer Inflationsbereinigt im Schnitt weniger als vor 35 Jahren!!! Was also soll jemanden motivieren, diesen Job zu machen?? Die Anforderungen steigen jährlich, Strafen werden immer empfindlicher, Es gibt nur eine Lösung: Wir Fahrer müssen uns vereinigen, schliesst euch der Gewerkschaft an und lass uns gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter kämpfen, derzeit sind nur ca 10% von ca 800.000 Kraftfahrer in Deutschland in einer Gewerkschaft organisiert... das sind viel zu wenige. 12€/Stunde bzw 2500,-/Monat für alle Kraftfahrer ab 7,5to sollten zur Mindestgrenze in den nächsten 2 Jahren werden. Zudem sollten die maximale Monatsarbeitszeit auf 210 Stunden begrenzt werden. Alles andere ist Ausbeuterei. Wenn ich in 10 Stunden am Tag mein Geld nicht verdient hab, dann läuft was falsch. Übrigens gilt das Arbeitszeitschutzgesetz auch für alle Kraftfahrer (d.h. 8 Stunden am Tag, max 10, und im Schnitt müssen es wieder acht sein!!!), es sei denn, ein Tarifvertrag schreibt was anderes vor!!! Dies gilt allerdings nur für 10 Prozent der Fahrer. Wacht auf, lasst euch nicht alles gefallen!!


Lurchi der Lurch

23.12.2011 - 21:30 Uhr

Wer nichts wird wird BKF !!


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