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Verbände: Überlastung des Straßengüterverkehrs möglich

Eine Vernetzung der Verkehrsträger Schiene und Straße werde aktuell immer schwieriger, erklären die Verbände (Symbolbild)
© Foto: VerkehrsRundschau/Rainer Geue

Es sei schwer zu verstehen, dass der Schienengüterverkehr durch mangelhaftes Baustellenmanagement komplett ausgebremst wird, so Elvis und der Mittelstandsverband.


Datum:
02.06.2022
Autor:
Marie Christin Wiens
Lesezeit:
1 min
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Der Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (Elvis) und der Bundesverband Der Mittelstand.BVMW warnen vor einer Überlastung des Straßengüterverkehrs, sollten aufgrund des Kapazitätsausfalls auf der Schiene mehr Gütertransporte auf die Straße verlagert werden.

„Ein ganzheitlicher Logistik-Ansatz muss Straße und Schiene gemeinsam denken. Das marode und überlastete Schienennetz in Deutschland zwang schon in den vergangenen Wochen hunderte Güterzüge zeitweise aufs Abstellgleis“, sagt Markus Jerger, Vorsitzender des Mittelstandsverbands. „Es ist schwer zu verstehen, dass der Güterverkehr auf der Schiene durch offensichtlich mangelhaftes Baustellenmanagement nun komplett ausgebremst wird.“

Eine Vernetzung der Verkehrsträger werde so immer schwieriger. „Für die angespannten Lieferketten ein weiterer Nackenschlag, für die Wirtschaft – insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen – eine wahre Hiobsbotschaft“, erklärt Jerger. Der Gütertransport per Bahn trage auch dazu bei, mittelständische Straßenlogistiker zu entlasten.

Angespannte Lage bei Frachtkapazitäten

Nikolja Grabowski, Vorstand von Elvis, ergänzt: „Bereits heute haben Straßenlogistiker mit vielfältigen Herausforderungen wie dem anhaltenden Fahrermangel zu kämpfen, die sie wirtschaftlich an ihre Grenzen bringen." Gleichzeitig sei die Lage bei den Frachtkapazitäten äußerst angespannt. „Sollte das Wirrwarr im Bahnverkehr die Nachfrage nach Straßentransportkapazitäten weiter befeuern, könnte sich die Situation zuspitzen.“

Viel mehr als mit zusätzlichen Transportaufträgen sei den mittelständischen Spediteuren und Frachtführern mit einer auskömmlichen Preisgestaltung gedient. Auch gelte es, niedrigschwellige Angebote zu konzipieren, die den Schienen- und den Straßengüterverkehr sinnvoll miteinander kombinieren. „Ansonsten“, so Grabowski, „ist die Frage letztlich nicht mehr, zu welchem Preis, sondern ob überhaupt ein Transport durchgeführt werden kann.“ (mwi)

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