See- und Luftfracht: Raten laufen in unterschiedliche Richtungen
Die Seefrachtraten zwischen Asien und Europa sind zuletzt deutlich gefallen. Von Entspannung kann dennoch keine Rede sein. Hafenstaus belasten die Containerlogistik weiter, während die Luftfracht zunehmend von der Nachfrage nach KI-Hardware, Halbleitern und Rechenzentrumstechnik profitiert.
Die Entwicklung auf den internationalen Frachtmärkten verläuft zunehmend zweigeteilt. Während die Seefrachtraten auf der wichtigen Relation Fernost-Nordeuropa nach ihrem Sommerhoch deutlich nachgaben, bleibt die Luftfracht gefragt. Treiber sind weniger Konsumgüter als vielmehr Technologieprodukte wie Halbleiter, KI-Hardware und Rechenzentrumstechnik.
Auf den ersten Blick scheint sich die Lage in der Containerschifffahrt zu entspannen. Der von Forto ausgewertete SCFI-Subindex für die Relation Fernost-Nordeuropa fiel von seinem Höchststand Anfang Juli bis Ende September um rund 32 Prozent. Dennoch sprechen Marktbeobachter nicht von einer Rückkehr zur Normalität. Im Quartalsdurchschnitt lagen die Raten weiterhin 36 Prozent über dem Vorquartal und sogar 72 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.
Einer der Hauptgründe liegt in den anhaltenden Engpässen in den…