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Schiene kann keine weiteren Güterverkehre aufnehmen

Viele Bahnstrecken können ohne Ausbau keine Verkehre mehr aufnehmen (Symbolbild)
© Foto: Federico Gambarini / dpa / picture alliance

Im August waren viele Bahnstrecken überlastet, auch Gelder aus der Lkw-Maut sollen zur Finanzierung der Schieneninfrastruktur verwendet werden, lautet nun eine Forderung.

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Berlin. Ein Teil des Bahn-Streckennetzes ist regelmäßig überlastet. Je nach Tageszeit waren es im August durchschnittlich bis zu acht Prozent der Schienenwege betroffen – insgesamt gut 2800 Kilometer, wie aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Abgeordneten Sven-Christian Kindler (Grüne) hervorgeht. Darüber berichtete der „Focus“.

Die Schiene sei derart überlastet, dass sie keine weiteren Güterverkehre mehr aufnehmen könne, warnte Kindler. „Nach der Bundestagswahl brauchen wir ein Jahrzehnt ‚Schiene first’.“ Investitionen sollten aus einem Fonds bezahlt werden, der außer aus Krediten und Haushaltsmitteln aus der Lkw-Maut gespeist werden solle.

Bahn kämpft seit Jahren mit Flaschenhälsen

Selbst nachts wies die Bahn im August für drei Prozent der Streckenkilometer eine Auslastung von mehr als 110 Prozent aus, zwischen 16 und 19 Uhr stieg der Anteil auf acht Prozent.

Nicht angeben ist in der Antwort, die der „Deutschen Presse-Agentur“ vorliegt, inwieweit davon wichtige Knoten im Bahnnetz betroffen waren. Mit solchen Flaschenhälsen kämpft die Bahn seit langem, etwa in dem sie neue Weichen und Überholgleise baut. So waren die Strecken zwischen Köln und Dortmund nach Bahn-Berechnung vor Corona bis zu 140 Prozent ausgelastet, andere Abschnitte waren Fulda-Mannheim (135 Prozent), Würzburg-Nürnberg (125 Prozent) und der Raum Hamburg (120 Prozent). Verspätungen und Zugausfälle kann es üblicherweise schon ab 90 Prozent geben, ab 110 Prozent gilt eine Strecke als überlastet. (dpa)

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