In den drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau steigerte die Hafengesellschaft ihren Güterumschlag um 4,27 Prozent, so die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO). Die Umschlagmengen der in den Häfen ansässigen Unternehmen hätten sich stabil entwickelt und lagen laut SBO trotz der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden im SBO-Hafenverbund 2,53 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Dabei kam es in den tschechischen Häfen Decin und Lovosice wegen mehrfacher längerfristiger Gleissperrungen an der deutsch-tschechischen Grenze sowie der bis August andauernden Arbeiten zur Beräumung der eingestürzten Carolabrücke zu einem Umschlagrückgang von etwa neun Prozent.
Anstieg beim Schienengüterverkehr
Der Eisenbahngüterumschlag stieg um 1,85 Prozent auf 1,23 Millionen Tonnen und übertraf damit das schon gute Vorjahresergebnis, das zu den besten in der Geschichte des Hafenverbundes zählte. Zu diesem Wachstum haben die Häfen Dresden (+2,75 Prozent), Riesa (+2,53 Prozent), Torgau (+200,14 Prozent) und Decin (+9,59 Prozent) beigetragen. Umgeschlagen wurden vor allem Trailer, Holzprodukte, Schrott, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel und Salz. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs werde die SBO das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis abschließen, so das Unternehmen.
Nachfrage nach kombinierten Verkehrsangeboten wächst
Im TrailerPort im Alberthafen Dresden wurden im vergangenen Jahr 26.817 Trailer mit einem Gesamtvolumen von mehr als 667.000 Tonnen von der Straße auf die Schiene verladen. Das entspricht einem Zuwachs von 31,64 Prozent (+6446 Trailer) gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreiche „die wachsende Nachfrage nach kombinierten Verkehrsangeboten und klimafreundlichen Logistiklösungen“, so die SBO. Positiv entwickelte sich auch der Containerumschlag im Hafen Riesa. Insgesamt wurden 26.763 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 387 TEU (+1,47 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.
Bau eines Terminals in Riesa geplant
Am Standort Riesa ist bis 2028 der Bau eines neuen trimodalen Terminals für den kombinierten Verkehr auf der Südseite des Hafens vorgesehen. Das Terminal soll laut SBO eine Umschlagkapazität von bis zu 100.000 TEU pro Jahr erreichen. Geplant sind sechs Ladegleise für den Schienengüterverkehr, Containerumschlag- und Abstellflächen, zwei Containervollportalkräne für den Umschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und Lkw sowie Straßenanbindungen für den Lkw-Zubringerverkehr.