Bundesrat billigt Gesetz für schnellere Verkehrsprojekte
Der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland sollen künftig deutlich schneller vorankommen. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat ein Gesetz verabschiedet, das Planungs- und Genehmigungsverfahren für wichtige Verkehrsprojekte beschleunigen soll.
Die Neuregelung betrifft insbesondere Vorhaben im Bereich Straßen, Schienen und Wasserwege und gilt als wichtiger Baustein zur Umsetzung der milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen des Bundes.
Vorrang für zentrale Infrastrukturprojekte
Kern des Gesetzes ist die Einstufung wichtiger Verkehrsmaßnahmen als Vorhaben von überragendem öffentlichem Interesse. Dadurch sollen sie bei behördlichen Entscheidungen und gerichtlichen Abwägungen künftig stärker berücksichtigt werden.
Begünstigt werden unter anderem:
- Engpassbeseitigungen im Verkehrsnetz,
- Schienenaus- und Neubauprojekte,
- Ersatzneubauten für Brücken und Tunnel,
- zusätzliche Lkw-Parkplätze,
- Wasserstraßen- und Hafenprojekte,
- sowie Vorhaben im Hochwasser- und Küstenschutz.
Digitale Verfahren sollen Zeit sparen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung von Genehmigungs- und Planungsverfahren. Künftig sollen Planfeststellungsprozesse weitgehend digital abgewickelt werden.
Das betrifft:
- die Antragstellung,
- die Beteiligung der Öffentlichkeit,
- sowie die abschließende Genehmigung.
Nach Einschätzung der Bundesregierung könnten dadurch Genehmigungszeiten um Monate oder sogar Jahre verkürzt werden.