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Paris sucht Käufer für Transport- und Logistikgruppe Mory

Die französische Regierung sucht nach einem Übernahmekandidaten für die Transport- und Logistikgruppe Mory
© Foto: VerkehrsRundschau/Stepmap

Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten / Investor Caravelle und Bolloré sollen interessiert sein


Datum:
21.06.2011
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Paris. Die französische Regierung hat sich verstärkt in die Suche nach einem möglichen Übernahmeinteressenten für die seit 2009 in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Pariser Transport- und Logistikgruppe Mory eingeschaltet. Bei einer Zusammenkunft mit den Sozialpartnern erklärten die Minister Eric Besson (Industrie) und Thierry Mariani (Verkehr), es gebe inzwischen „einen oder auch zwei sehr ernsthafte Investoren", die bereit seien, die Gesamtheit der Mory-Aktivitäten zu übernehmen. Es soll sich dabei um den Fonds Caravelle und die Mischgruppe Bolloré handeln, hieß es dazu inoffiziell. Caravelle hat im vorigen Jahr schon die Stückgutaktivitäten von DHL France erworben, die nunmehr unter Ducros Express laufen. Bolloré ist im Transport- und Logistikgeschäft mit den Marken SDV, Socopao, Saga, Antrac Logistics und Afritramp vor allem in Westafrika und den dort gelegenen Seehäfen engagiert. In Conakry hat die Gruppe vor Kurzem die Leitung des Container-Terminals übernommen. Derzeit bemüht sich die Gruppe, auch im englischsprachigen Ostteil des Kontinents Fuss zu fassen.

Mory wird zu 98,5 Prozent von Alain Bréau kontrolliert, der die Gruppe auch leitet. Vor 2 Jahren hatte Paris einen Steuerzahlungs-Stopp und andere Erleichterungen gewährt, um den Fortbestand zu ermöglichen. Das Unternehmen zählt in Frankreich 130 Standorte, hat 23 Töchter im Ausland und beschäftigt 5 300 Mitarbeiter. Es zählt damit zu den Grossen der Branche in Frankreich. Die Passiva der Guppe werden auf 50 bis 60 Millionen Euro geschätzt, der Jahresumsatz 2009 lag offiziell bei 731,3 Millionen Euro. Im letzten Jahr soll die Gruppe die Vorjahresverluste von über 30 Millionen auf nur noch sieben Millionen eingegrenzt haben, berichtete die Fachpresse. (jb) 

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