Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht nun doch von einem stärkeren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland in diesem Jahr aus. Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation zufolge wird das Wachstum auf 1,1 Prozent prognostiziert. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als der letzten Schätzung der OECD im Juni. Für das kommende Jahr rechnet die OECD unverändert mit einem Plus von ebenfalls 1,1 Prozent.
Robustes Wachstum in vielen Ländern
Auch im Euroraum und mit Blick auf die Weltwirtschaft hat die OECD ihre Prognosen für dieses Jahr leicht angehoben. Sie geht von 1,0 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent Zuwachs aus. Für das kommende Jahr ist ihr Ausblick mit ebenfalls 1,0 Prozent und 3,0 Prozent allerdings etwas pessimistischer als noch im Juni. Trotz der negativen Folgen durch den Konflikt im Mittleren Osten blieb das Wachstum in der ersten Jahreshälfte der OECD zufolge in vielen Ländern robust.
Wirtschaftsausblick mit großer Unsicherheit behaftet
Der Ausblick hänge dennoch stark davon ab, ob eine dauerhafte Lösung des Konflikts im Nahen Osten gefunden werde, so die OECD. Zölle und Ausfuhrbegrenzungen seien zusätzliche Unwägbarkeiten. Entsprechend stellte die OECD klar, dass der Wirtschaftsausblick mit großer Unsicherheit behaftet sei. Sollte sich der Energiemarkt rasch normalisieren, würde das den Druck der Inflation senken und Geschäfte fördern. Erneute Störungen könnten hingegen das Wachstum dämpfen. Zudem könnte das Wachstum gebremst werden, sollten sich Investitionen in Künstliche Intelligenz nicht wie erwartet auszahlen.