Tobias Jerschke hört als Vorsitzender der Geschäftsleitung von Kühne+Nagel Deutschland auf. Das bestätigt Jerschke auf Anfrage gegenüber der VerkehrsRundschau. Sein Nachfolger wird Björn Traemann. Traemann wird damit mit Wirkung zum 1. Januar 2027 neuer Deutschland-Chef von Kühne+Nagel.
Björn Traemann sei seit über 23 Jahren bei Kühne+Nagel tätig, heißt es seitens des Schweizer Speditions- und Logistikkonzerns, und bringe umfassende internationale Führungserfahrung sowie Erfahrung in der Seelogistik mit. Seine Karriere führte ihn durch Deutschland, China, Singapur, den Nahen Osten, BeLux und zuletzt Vietnam.
Jerschke war seit über 29 Jahren bei Kühne+Nagel tätig und hat dort diverse Führungsaufgaben inne gehabt. So hatte er unter anderem die Landesgesellschaft Polen des Logistikkonzerns geleitet, ebenso die Landesgesellschaft von Frankreich. Vor seinem Wechsel an die Deutschland-Spitze von Kühne+Nagel im Jahr 2022 war Jerschke Geschäftsführer des Unternehmens für Belgien und Luxemburg.
Unter Jerschkes Ägide stärkte Kühne+Nagel seine Präsenz im IDS-Stückgutnetz
Unter Jerschkes Ägide baute Kühne+Nagel seine Präsenz im deutschen Landverkehr weiter aus. So hat Kühne+Nagel im Rahmen der Neuordnung des Stückgutnetzes von IDS Logistik nach dem Ausstieg von DSV aus der Kooperation in Folge der DSV-Schenker-Übernahme bestimmte ehemalige DSV-Gebiete beziehungsweise Franchise-Standorte in Deutschland übernommen, etwa in Osnabrück, Stuttgart und Hauneck.
Nach seinem Ausscheiden bei Kühne+Nagel wird Jerschke in das bayerische Familienunternehmen wechseln, das in der High-Tech-Industrie tätig ist, das er schon vor über 20 Jahren mit seinem Bruder mitgegründet habe. Die Logistikindustrie werde er deshalb „mit ein bisschen Wehmut verlassen.“