Hoher Besuch bei Akkermann Transporte: Bundeskanzler Friedrich Merz und die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann haben am Mittwoch, den 29. April das familiengeführte Transportunternehmen im ostfriesischen Moormerland besucht. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeitende und betreibt rund 65 Lkw.
Austausch über Investitionen, Arbeitsplätze und Verantwortung
Im Mittelpunkt des Austauschs mit der Unternehmerfamilie und dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) stand die Frage, wie mittelständische Transportunternehmen auch künftig investieren, Arbeitsplätze sichern und Verantwortung in der Region übernehmen können. Vertreten wurde der Verband durch Aufsichtsratsmitglied und Gastgeber Klaus Akkermann sowie Vorstandssprecher Dirk Engelhardt.
"Der Bundeskanzler hat heute aus erster Hand erlebt, was der mittelständische Straßengüterverkehr in Deutschland leistet – und unter welchen Bedingungen“, sagte Akkermann. „Wir wünschen uns, dass aus dem heutigen Austausch konkrete Schritte folgen. Fortschritt entsteht dort, wo Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
BGL warnt vor wachsendem Druck auf den Mittelstand
Der BGL verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Herausforderungen, denen insbesondere der mittelständische Straßengüterverkehr gegenüberstehe: steigende Kosten, Fahrermangel, Bürokratie, internationale Wettbewerbsverzerrungen und die Transformation hin zu einem klimafreundlicheren Straßengüterverkehr.
„Die Lage im mittelständischen Transportgewerbe ist äußerst angespannt. Unsere Betriebe brauchen jetzt politische Verlässlichkeit – damit sie investieren, ausbilden und die Transformation aktiv gestalten können“, sagte Engelhardt.
Energiepreise und CO₂-Doppelbelastung als zentrale Probleme
Der Verband machte in Moormerland deutlich: Der befristete Energiesteuerrabatt sei ein wichtiger Schritt, ersetze aber keine dauerhafte Lösung. Der Mittelstand brauche Entlastung, die Liquidität sichert, Wettbewerbsnachteile abbaut und Investitionen ermöglicht.
Im Zentrum der Verbandsforderungen steht die Beendigung der CO₂-Doppelbelastung. Wer bereits über die CO₂-Komponente der Lkw-Maut belastet wird, dürfe nicht zusätzlich über den CO2-Zuschlag auf Kraftstoff belastet werden.
Mehr Mittel für "Umweltschutz und Sicherheit"-Programm gefordert
Zugleich wird eine Stärkung der Mautharmonisierung gefordert. Das Programm „Umweltschutz und Sicherheit“ solle demnach um Digitalisierung und Resilienz des Straßengüterverkehrs erweitert und von 450 auf 900 Millionen Euro erhöht werden. Dafür müsse der Finanzierungskreislauf Straße geschlossen werden.