-- Anzeige --

LNG-Terminal für Brunsbüttel

Ein schwimmendes Terminal für LNG-Schiffe in Schleswig-Holstein ab 2023 - das ist der Vorschlag von Ministerpräsident Günther
© Foto: alexyz3d / stock.adobe.com

Der Import von Flüssigerdgas (LNG) soll Deutschland von russischem Gas unabhängiger machen. Aus Schleswig-Holstein kommen Vorschläge zu einer konkreten Umsetzung bis Anfang 2023. Gleichzeitig kündigt der Ministerpräsident den Ausbau erneuerbarer Energien an.


Datum:
26.04.2022
Autor:
Janis Leonhardt/Stefanie Schuhmacher/dpa
Lesezeit: 
1 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will, dass in Brunsbüttel Anfang des kommenden Jahres ein schwimmendes LNG-Terminal in Betrieb genommen werden kann. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte der CDU-Politiker im Interview der Zeitung "Welt". Nötig sei dazu der Bau einer 2,5 Kilometer langen Pipeline. "Die Gespräche dazu laufen. Unser Ziel ist, das bis Anfang 2023 hinzubekommen. Und das werden wir auch schaffen." Mit Hilfe des schwimmenden Terminals sollen demnach jährlich fünf Milliarden Kubikmeter Gas in das deutsche Gasnetz eingespeist werden können.

Auch die Ölförderung vor der deutschen Nordseeküste soll nach Angaben von Günther ausgebaut werden. "Wenn wir schnell unabhängig werden wollen von russischem Erdgas, dann müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben." Dazu gehöre auch eine verstärkte Ölförderung im Land. "Wir führen dazu gerade Gespräche. Die Frage ist, ob und wie es technisch möglich wäre, die Produktion hochzufahren. Das ist es, was uns aktuell helfen würde."

Ausbau erneuerbarer Energien

Bis 2025 wolle Schleswig-Holstein zudem die erneuerbaren Energien so weit ausbauen, dass damit "jährlich 37 Terawattstunden Strom" erzeugt und ins deutsche Stromnetz eingespeist werden können. "Das entspricht in etwa der Leistung von drei Atomkraftwerken der Größe Brokdorfs", sagte Günther.

Günther kritisierte knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zudem die Berliner Ampel-Koalition für deren Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. "Es ist in meinen Augen ein schwerer Fehler, dass die Bundesregierung in diesem Moment, in dem die Menschen ohnehin schon verunsichert sind, keine gemeinsame Position zum Umgang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine findet." (jl/ste/dpa)

>> Lesen Sie hier: Auch Wilhelmshaven plant Terminal und Pipeline für LNG

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.