Ladeplanung von E-Lkw: Forschungsprojekt zeigt Lösungen für Ladeinfrastruktur

25.06.2026 09:32 Uhr | Lesezeit: 3 min
Teilnehmenden beim Abschluss des Forschungsprojekts "Transportation in Charge"
Die Teilnehmenden beim Abschluss des Forschungsprojekts "Transportation in Charge"
© Foto: Fraunhofer IFAM

Ein Forschungsprojekt des Fraunhofer-Institut zeigt: E‑Lkw sind einsatzfähig. Gemeinsame Ladeinfrastruktur und digitale Tools sollen den Betrieb effizienter machen.

Im Forschungsprojekt „Transportation in Charge“ haben mehrere Partner neue Ansätze zur Planung und Nutzung von Ladeinfrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge entwickelt. Ziel war es, wirtschaftliche und technische Grundlagen für den Einsatz von E‑Lkw in Gewerbegebieten und Logistikzentren zu schaffen.

Das Projekt wurde im Juni 2026 abgeschlossen.


Praxistest mit mehreren E‑Lkw

In einem Feldversuch wurde die Alltagstauglichkeit von rund 210 elektrischen Nutzfahrzeugen in verschiedenen Logistikszenarien untersucht. Dabei ging es insbesondere darum, wie sich Ladeinfrastruktur so auslegen lässt, dass mehrere Unternehmen sie gemeinsam nutzen können.

Der Ansatz zielt auf eine effizientere Nutzung vorhandener Kapazitäten und eine bessere Integration in bestehende logistische Prozesse.



Gemeinsame Nutzung als Schlüssel

Ein zentrales Ergebnis: Ladeinfrastruktur kann wirtschaftlicher betrieben werden, wenn Unternehmen in Gewerbegebieten kooperieren. Statt einzelner, isolierter Lösungen ermöglichen gemeinsame Systeme:

  • bessere Auslastung der Ladepunkte
  • geringere Investitionskosten
  • sowie eine bedarfsgerechtere Planung

Damit wird ein wichtiger Ansatz für die Skalierung elektrischer Flotten adressiert.


Software verknüpft Transport- und Ladeplanung

Für die technische Umsetzung entwickelten die Projektpartner eine digitale Plattform. Diese verknüpft Transportlogistik und Lademanagement und nutzt dafür verschiedene Datenquellen, darunter:

  • Fahrzeugtelematik
  • Verkehrsinformationen
  • Wetterdaten
  • sowie verfügbare Lade- und Stellkapazitäten

Auf dieser Basis lassen sich Transport- und Ladeprozesse besser aufeinander abstimmen.



Echtzeitdaten verbessern Planung

Die cloudbasierte Lösung ermöglicht den Austausch von Echtzeitdaten zwischen den Beteiligten. Dadurch können Disposition und Ladeplanung flexibel angepasst werden. Ein Demonstrator zeigt, wie sich entsprechende Systeme in bestehende Transportmanagementlösungen integrieren lassen.


Elektrischer Güterverkehr bereits praxistauglich

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Einsatz von E‑Lkw im Güterverkehr grundsätzlich bereits möglich ist. Herausforderungen bestehen weiterhin vor allem bei:

  • Ladeinfrastruktur
  • Investitionskosten
  • sowie Energieverfügbarkeit

Dennoch sehen die Projektpartner bereits heute tragfähige Einsatzmöglichkeiten.




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