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Ladeinfrastruktur: Verbände begrüßen Votum des EU-Verkehrsausschusses

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Kraftstoffe soll schneller vorangetrieben, als es die EU-Kommission vorgeschlagen hat
© Foto: jorisvo / stock.adobe.com

Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich für einen zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Kraftstoffe ausgesprochen, Branchenverbände begrüßten diesen Beschluss.


Datum:
07.10.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
6 min
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Nachdem der Verkehrsausschuss des Europa-Parlaments (Tran) mit breiter Mehrheit Beschluss gefasst hat, den Ausbau von Ladeinfrastruktur für alternative Kraftstoffe in Europa schneller voranzutreiben, als die EU-Kommission vorgeschlagen hat, haben Branchenverbände dieses Ziel begrüßt.

Wie von der VerkehsrRundschau berichtet, hat der Verkehrsausschuss hiermit ehrgeizige Ziele ausgesprochen, was vom Gemeinsame Büro von Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), FNTR (Frankreich) und NLA (Skandinavien) in Brüssel begrüßt wird. Von Bedeutung sei insbesondere, dass der allgemeine Grundsatz der Technologieneutralität unterstrichen werde, um den Marktwettbewerb zwischen den verschiedenen alternativen Technologien aufrechtzuerhalten und dabei auch die jeweiligen Kosten zu berücksichtigen, so der BGL.

BGL: Klimawende hat ihren Preis

Der Zugang zu und die Verfügbarkeit von alternativen Technologien seien für die Mitglieder unerlässlich, wenn sie in den grünen Übergang investieren wollen, betonte der BGL. Neben dem Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe müssten viele weitere Aspekte angegangen werden, betonte der BGL und nannte unter anderem folgende Punkte: „Verfügbarkeit von grüner Energie zu konkurrenzfähigen Preisen, ein angemessenes Energienetz, ausreichende Flächen für den Aufbau der Infrastruktur, eine ausreichende Anzahl von Fahrzeugen, Erprobung von Fahrzeugen unter realen Bedingungen, flächendeckende Service- und Ersatzteilversorgung“.

Die Klimawende werde Zeit brauchen und habe ihren Preis, heißt es weiter. Man sei daher besorgt, „ob andere Elemente des Fit für 55-Pakets wie der ETS-Vorschlag (Emissionshandel) zusammen mit der Eurovignette zusätzliche Kosten für fossile Brennstoffe verursachen werden“. Nicht zuletzt in einer Zeit, in der die Verkehrsbetriebe bereits mit Preiserhöhungen bei den Kraftstoffpreisen zu kämpfen haben. Es sei daher wichtig, „Anreize zu schaffen, damit Transportunternehmen in neue grüne Technologien investieren können“.

IRU appelliert an das EU-Parlament

Auch die International Road Transport Union (IRU) hat das Ergebnis der Abstimmung des Verkehrsausschusses begrüßt und forderte das EU-Parlament auf, in zwei Wochen für die gleichen Ziele zu stimmen. Der Aufbau einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe zum Aufladen und Betanken von Fahrzeugen sei eine „Vorbedingung für eine substanzielle Dekarbonisierung des Straßenverkehrs“, so die IRU.

Das Votum im Verkehrsausschuss spiegele die Forderungen der IRU aus den letzten Monaten wider, die auf die Notwendigkeit eines mutigeren Ansatzes für den Aufbau von Ladeinfrastrukturen und alternativen Betankungsmöglichkeiten für den gewerblichen Straßenverkehr hingewiesen hatte. „Wir warten nun auf die Zustimmung des Plenums, damit die Verhandlungen mit dem Rat so bald wie möglich beginnen können“, sagte IRU-Direktorin Raluca Marian. „Die Straßentransportindustrie ist bereit, ihren Beitrag zu den Zielen des Europäischen Grünen Deals zu leisten, aber vieles wird davon abhängen, welche Art von politischem Rahmen vom Gesetzgeber festgelegt wird. Ein schwacher und wenig ehrgeiziger Rahmen ist nicht zielführend“, fügte Marian hinzu.

Die IRU sieht den nächsten Schritten des EU-Gesetzgebungsverfahrens entgegen, insbesondere der Abstimmung im Plenum des Parlaments in der Woche vom 17. Oktober, und hofft, dass die Trilog-Verhandlungen so bald wie möglich beginnen. (tb)

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