IDS Logistik verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 ein Gesamtaufkommen von 14,35 Millionen Sendungen, das bedeutet ein Minus von 5,2 Prozent gegenüber 2024. Insgesamt wurden nach Unternehmensangaben deutschlandweit im IDS-Netz 11,33 Millionen Sendungen (-5,9 Prozent) und gut drei Millionen Tonnen Güter (-4,2 Prozent) bewegt. International transportierte IDS mit rund drei Millionen Sendungen 2,6 Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Tonnage entwickelte sich hier mit +1,5 Prozent auf 0,69 Millionen Tonnen leicht positiv – dies sei „ein Indiz für strukturelle Verschiebungen in Richtung höhergewichtiger Sendungen“, so IDS.
Umstrukturierung des IDS-Netzes
Eine zentrale Entwicklung im Jahr 2025 war die Umstrukturierung des IDS-Netzes infolge des Ausscheidens von DSV nach der Schenker-Übernahme. Die frei gewordenen Standorte konnten laut IDS Logistik vollständig und qualifiziert neu besetzt werden. Die Integration der neuen Partner sei „operativ reibungslos“ verlaufen. Damit umfasst das IDS-Netzwerk jetzt fünf Gesellschafter und acht Strategiepartner national sowie acht internationale Partner.
Keine konjunkturellen Impulse im deutschen Markt
Das B2C-Geschäft gab mit einem Anteil von 15,4 Prozent am nationalen Volumen noch einmal leicht gegenüber dem Vorjahr nach. Auch die Beschaffungslogistik bleibe mit 8,5 Prozent Anteil am Sendungsvolumen ein stabiler, aber begrenzter Marktbereich, so IDS. Der Gesamtumsatz über alle 53 IDS-Standorte lag mit 2,72 Milliarden Euro 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierin spiegelt sich insbesondere das Ausscheiden von DSV aus dem IDS-Netz und der Einstieg neuer Partner wider. „Wir sehen weiterhin keine konjunkturellen Impulse im deutschen Markt. Gleichzeitig steigen die Personalkosten unverändert. Das belastet die Wirtschaftlichkeit im Stückgutgeschäft erheblich“, kommentierte IDS-Geschäftsführer Michael Bargl die Zahlen.
Steigende Energie- und Personalkosten
Steigende Kosten bei Personal, Energie und CO2-Maut prägen weiterhin das Marktumfeld. Eine Weitergabe der Kostenerhöhungen an die Kunden sei „unvermeidlich“, betonte Bargl. Gleichzeitig verschärfe sich der Wettbewerbsdruck bei rückläufigen Mengen. Nachhaltigkeit werde zwar in Ausschreibungen adressiert, die Zahlungsbereitschaft für entsprechende Mehrkosten bleibe jedoch insgesamt gering. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit setzt IDS konsequent auf Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung und KI-Anwendungen.
IDS erwartet einen weiteren Mengenrückgang im Netz
Für 2026 erwartet IDS sowohl im nationalen als auch im internationalen Geschäft, insbesondere auch bedingt durch die Umstrukturierungen im Netz, einen weiteren Mengenrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Markt bleibe durch „Kostendruck, Fachkräftemangel und strukturelle Unsicherheiten“ geprägt, so die Einschätzung des Unternehmens. Konjunkturelle Impulse fehlen, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Belastungen prägen das Umfeld. „Unser strategischer Fokus liegt klar auf Effizienz, Netzwerkstärke und nachhaltiger Infrastruktur. Wir investieren gezielt, um substanziell gefestigt aus dieser Marktphase hervorzugehen“, so Bargl. „Wir stärken unsere Partnerunternehmen strukturell und technologisch – das ist die Basis für nachhaltiges Wachstum, sobald der Markt wieder anzieht“.