Die IAA Transportation erreicht in diesem Jahr mit 1.589 Ausstellern aus 46 Ländern einen neuen Rekord bei der internationalen Beteiligung. Gegenüber 2024, als Unternehmen aus 41 Ländern vertreten waren, ist die Zahl der teilnehmenden Nationen damit nochmals gestiegen. Unter den internationalen Ausstellern sind insbesondere Unternehmen aus China, der Türkei und Italien stark vertreten. Der Fokus liegt in den kommenden sechs Tagen auf Themen wie alternative Antriebstechnologien, autonomes Fahren, Software Defined Vehicles und künstliche Intelligenz. Dabei präsentieren die Aussteller mehr als 150 Weltpremieren und Neuheiten, mehr als bei der vergangenen Veranstaltung im Jahr 2024. Auch das Test-Drive-Angebot erreicht in diesem Jahr einen neuen Rekord. Im Vergleich zur Ausgabe 2024 stehen mit 84 Fahrzeugen 40 Prozent mehr Testangebote zur Verfügung.
IAA Transportation 2026 öffnet ihre Tore
Müller fordert bessere Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Mobilität
„Auf der IAA Transportation zeigen die Aussteller in diesem Jahr, dass unsere Industrie geliefert hat: Die Produkte für die klimaneutrale Mobilität stehen bereit und sind einsatzfähig. Wir haben mit Investitionen und Innovationen die gesamte Bandbreite an technologischen Möglichkeiten entwickelt“, betonte VDA-Präsidentin Hildegard Müller in ihrer Begrüßungsrede. Was jetzt fehle, seien jedoch die richtigen Rahmenbedingungen für den notwendigen Hochlauf.
„Europaweit mangelt es noch immer an Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur mit den begleitenden Energienetzen. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist riesig. Dabei ist diese Infrastruktur die zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass unsere Produkte auch wirklich auf die Straße kommen“, sagte Müller. Sie forderte daher, den Ausbau der Netzanschlüsse zu beschleunigen, die EU-Review der CO₂-Flottenregulierung für die Nutzfahrzeuge vorzuziehen und „Raum für notwendige Anpassungen und Flexibilisierungen“ zu schaffen. „Unsere Unternehmen brauchen Verlässlichkeit entlang der gesamten Investitionskette, damit die Transformation zum Erfolg für Wirtschaft, Klima und Gesellschaft wird“, ergänzte die VDA-Präsidentin.
Bilger: Transformation des Straßengüterverkehrs weiter beschleunigen
„Die IAA Transportation ist ein Schaufenster für Technologien und Innovationen sowie für Offenheit und Inspiration. Genau dafür steht die Nutzfahrzeugbranche und mit ihr auch die Logistikbranche. Ein zentraler Fokus liegt darauf, den Güterverkehr auf der Straße zu dekarbonisieren. So sind in Deutschland schon mehr als 120.000 elektrische Nutzfahrzeuge im täglichen Einsatz für Transportunternehmen, davon mehr als 14.000 mittlere und schwere Nutzfahrzeuge“, sagte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger. Diese Entwicklung unterstütze das Bundesverkehrsministerium mit dem Aufbau eines Schnellladenetzes für E-Lkw entlang der Autobahnen. Gleichzeitig fördert das BMV die Umsetzung von mindestens 35 Wasserstofftankstellen und die Anschaffung von rund 500 Nutzfahrzeugen. „Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland und beschleunigt die Transformation des Straßengüterverkehrs hin zu klimafreundlichen Antrieben“, zeigte sich Bilger überzeugt.
„Niedersachsen ist einer der führenden Nutzfahrzeugstandorte Europas. Die IAA Transportation macht eindrucksvoll sichtbar, wie hier Zukunftstechnologien entwickelt werden, die Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeitsplätze auch für die kommenden Jahre sichern können. Heute kommt es mehr denn je darauf an, industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Klimaschutz zusammenzudenken“, betonte Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.
„Die Automobilindustrie durchlebt keine einfache Phase und es bedarf Anstrengungen von vielerlei Seiten, um die Situation zu meistern. Die IAA Transportation kommt zur rechten Zeit, da sie nicht nur Leistungsschau der Branche ist, sondern auch die maßgeblichen Akteurinnen und Akteure zum Dialog zusammenbringt. Die Messe zeigt Wege und Chancen und wir freuen uns, dass Hannover einmal mehr der Ausgangspunkt ist“, sagte Belit Onay, Oberbürgermeister der Stadt Hannover.