Kögel setzt auf nachhaltige Transportlösungen und will hierbei einen neuen Weg gehen. Dazu hat der Fahrzeugbauer mit TSR Resource und Remondis eine Absichtserklärung während der IAA Transportation unterzeichnet. Das gemeinsame Ziel ist es, ein Konzeptfahrzeug zu entwickeln, das einen größtmöglichen Anteil an recycelten Materialien enthält, und im Praxiseinsatz zu testen. Das soll die Nachhaltigkeit der Fahrzeugproduktion und Fahrzeugverwertung am Ende des Lebenszyklus optimieren und einen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft ermöglichen.
Remondis will „Recycling-Trailer“ in eigener Flotte erproben
Nach Angaben von Kögel-CSO Thore Bakker wird Kögel das Fahrzeug sowie sein Produktions- und Material-Know-how einbringen, während TSR, ein Unternehmen der Remondis-Gruppe, für Rücknahme- und Recycling-Prozesse verantwortlich zeichnet. Remondis will das Konzeptfahrzeug in der eigenen Flotte erproben. Die Absichtserklärung unterzeichnete Bakker mit André Zick, Business Development Manager bei TSR, und Sascha Hähnke, Geschäftsführer von Remondis Sustainable Services. Hähnke erklärte: „Das Ziel muss ein Trailer sein, der trotz des Einsatzes von Rezyklaten ebenso robust und praxisgerecht ist, wie ein Auflieger, der aus vollständig neuen Materialien gefertigt wurde.“
Kostenentwicklung und technischen Folgen müssen erforscht werden
Der erste Schritt ist demnach bereits getan: Die Partner haben bereits bei TSR einen Kögel Lightplus vollständig zerlegt, die einzelnen Bestandteile analysiert und in verschiedene Materialgruppe einsortiert. Demnach besteht nach Masse die Hälfte des Fahrzeugs aus Stahl, ein Fünftel aus Aluminium und ungefähr zwölf Prozent aus gebrauchtem Holz. Der nächste Schritt bestehe nun darin, die Anforderungen für die darauffolgenden Recycling-Prozesse und den Anteil der wiederverwertbaren Materialanteile zu bestimmen sowie die technischen beziehungsweise qualitativen und wirtschaftlichen Folgen abzuschätzen, so Zick.