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"Hamburg Box" erleichtert Paketzustellung

In der "Hamburg Box" können anbieterunabhängig Paketsendungen abgeholt und zurückgegeben werden
© Foto: picture alliance/Markus Scholz/dpa

Der Online-Handel boomt und mit ihm die Paketflut. Nun bieten Hamburger Firmen in einem Projekt an, die Pakete an Bahnhöfen bereitzustellen - in einem speziellen Schließfach.


Datum:
02.03.2020
Autor:
Stephanie Noll
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Hamburg. Am Montag wurde das bundesweite Pilotprojekt "Hamburg Box" eröffnet. Wer sich ein Paket schicken lassen will, kann sich die Ware in Hamburg jetzt an 15 Bahnhöfe versenden lassen, sechs weitere sollen noch hinzukommen, darunter auch Wedel bei Hamburg. Die Ware wird maximal 72 Stunden gelagert.

Ein Jahr lang wollen die Projektbeteiligten testen, wie der Service angenommen wird, bevor über eine Ausweitung in andere Städte entschieden wird. Abholer registrieren sich bei Parcellock oder können auch bei ihrer Online-Bestellung die teilnehmenden Paketdienste und die Lieferadresse der "Hamburg Box" auswählen. Der Zugang zur Box erfolgt über eine App nebst Zugangscode. Der Zustellservice ist für den Abnehmer und zunächst auch für die Lieferanten kostenlos.

An dem Projekt beteiligt sind neben der Deutschen Bahn das Technologie-Start-up Parcellock, die Paketdienste DPD und Hermes sowie die Hamburger Hochbahn. Parcellock sei mit DHL weiter im Gespräch, ergänzte eine Firmensprecherin.

Gebrauch von Smart Lockern als Teil der DB Initiative „Smart City“

Der Geschäftsführer von Parcellock, Gunnar Anger, hatte erwartet, dass eine Zustellinfrastruktur, die für alle Paket- und Lieferdienste offen ist, angesichts „rapide steigender Paketmengen in verkehrsbelasteten Großstädten“ wichtiger werde. Die Boxen ermöglichten einen „zeitsparenden und bequemen Empfang von Waren und Produkten auf den alltäglichen Routen der Nutzer“, schreibt das Start-up auf seiner Website.

Es hat die Technologie entwickelt, die den digitalen Zugriff für Lieferanten und Abholer auf die Box ermöglicht. Das Schließsystem wurde im September 2016 auf den Markt gebracht. Es wird für Packstationen im öffentlichen Raum sowie für Paketkästen an privaten Wohnimmobilien genutzt.

Der Gebrauch von Smart Lockern (intelligenten Schließfächern) ist ein Baustein der DB-Initiative „Smart City“. Mit einer Lieferung in ein solches Schließfach könne der Nutzer sein Paket an einem Bahnhof rund um die Uhr selbst entgegennehmen, heißt es dazu. Mit ihrer Initiative will die Bahn „den Lebensalltag von Stadtbewohnern durch intelligente und umweltfreundliche Angebote vereinfachen“. (dpa/sn)

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