Die Baumann Spedition Dresden GmbH und die Baumann Spedition Mochau GmbH sind in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Davon berichtete zunächst Logistik Heute. Die Amtsgerichte Dresden und Chemnitz haben am 30.07.2026 um 10:30 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Nach Unternehmensangaben sind 71 Mitarbeiter an den drei Standorten Dresden, Mochau bei Döbeln und Erfurt betroffen.
Baumann Spedition nennt Gründe für die Krise
Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage werden unter anderem die angespannte Konjunktur, die Konsolidierung im Einzelhandel und der damit verbundene Verlust von Hauptkunden genannt. Geschäftsführer Jörg Baumann habe sich vor diesem Hintergrund für die Beantragung des Eigenverwaltungsverfahrens entschieden.
Der Geschäftsbetrieb der Baumann Spedition läuft nach Unternehmensangaben lückenlos weiter, wie Logistik Heute vermeldete: Die Löhne für die Monate Mai bis Juli wurden über vorfinanziertes Insolvenzgeld der BA (Bundesagentur für Arbeit) gesichert. Inzwischen würden die Gehälter wieder aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet, durch den Insolvenzplan solle eine Neuaufstellung ermöglicht werden, hieß es weiter.
Inhaber und Geschäftsführer Jörg Baumann habe gesagt: „Unser Team steht trotz der besonderen Lage auch im eröffneten Verfahren weiter zu uns. Es ist enorm wichtig, dass unsere Leute den Sanierungskurs mittragen. Denn am Ende sind sie es, die dafür sorgen, dass der Geschäftsbetrieb ohne Abstriche weiterläuft und wir einen gangbaren Weg finden.“
Amtsgerichte eröffnen Sanierungsverfahren
Bei einem Verfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung für das operative Geschäft verantwortlich. Im Unterschied zu einer klassischen Insolvenz übernimmt kein externer Insolvenzverwalter die Leitung des Unternehmens.