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Großbritannien verschiebt vollständige Zollkontrollen bis Januar 2022

Die Einführung vollständiger Zollkontrollen soll erst zum Januar 2022 erfolgen, erklärte die Regierung in London
© Foto: Peter Morrison/Associated Press/picture-alliance

Die britische Regierung hat die angekündigten Importkontrollen um ein halbes Jahr verschoben, dies soll den Unternehmen mehr Zeit zur Anpassung geben.

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London. Wegen der Schwierigkeiten beim Handel nach dem Brexit und aufgrund der Corona-Pandemie verschiebt Großbritannien die angekündigten Importkontrollen um ein halbes Jahr. Die Einführung vollständiger Zollkontrollen werde erst zum Januar 2022 vollzogen, teilte die Regierung in London am Donnerstag, 11. März, mit. „Dies wird den Unternehmen mehr Zeit geben, sich auf Veränderungen an der Grenze vorzubereiten und Störungen zu minimieren, wenn die Wirtschaft allmählich wiedereröffnet wird“, hieß es zur Begründung.

Die Regierung habe auf die Unternehmen gehört und das Ausmaß der Herausforderungen erkannt, „denen sich Unternehmen bei der Anpassung an die neuen Anforderungen gegenübersehen“, hieß es. Britische Wirtschaftsverbände begrüßten den Schritt. Auch aus Deutschland kam Zustimmung.

DSLV begrüßt die Verschiebung

Noch immer beklagten Speditions- und Logistikunternehmen unvollständig oder fehlerhaft dokumentierte Sendungen ihrer Kunden, sagte die Vize-Hauptgeschäftsführerin des Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV), Jutta Knell, der „Deutschen Presse-Agentur“. „Mit der Möglichkeit, bis Jahresende weiterhin vereinfachte Anmeldungen für Standardwaren abgeben zu können und die vollständige Zollanmeldung erst später nachzuholen, ist der befürchtete Einbruch des Sendungsvolumens ins Vereinigte Königreich zur Jahresmitte erst einmal abgewendet.“

Großbritannien hatte eine sechsmonatige Übergangsphase für Zollkontrollen nach dem endgültigen Brexit angekündigt. Seit dem Austritt des Landes aus der EU-Zollunion gibt es zahlreiche Zollhürden und Handelshemmnisse, der Handel mit der EU war im Januar deutlich gesunken. Die britische Regierung behauptet, das Handelsvolumen mit der EU sei seit Februar wieder auf Normalniveau. Verbände berichten hingegen vom Gegenteil. (dpa)

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