Mit zunehmender Verbreitung elektrischer Nutzfahrzeuge verlagert sich der Fokus vieler Transportunternehmen vom Fahrzeug auf die dahinterliegende Infrastruktur. GP JOULE CONNECT will auf der IAA Transportation 2026 zeigen, wie Betriebshöfe und Depots zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor bei der Elektrifizierung von Flotten werden können.
Nach Angaben des Unternehmens steigen mit größeren E-Lkw-Flotten die Anforderungen an Ladeleistung, Netzanschlüsse und Energieverfügbarkeit deutlich. Gleichzeitig gewinnen die Betriebskosten der Ladeinfrastruktur zunehmend an Bedeutung.
Ganzheitlicher Blick auf das Depot
GP JOULE verfolgt dabei einen integrierten Ansatz. Statt einzelne Ladepunkte isoliert zu betrachten, werden Netzanschluss, Ladeinfrastruktur, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Energiemanagement als Gesamtsystem geplant und betrieben.
Ziel ist es, Energie möglichst effizient zu nutzen, Lastspitzen zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen.
Planung beginnt bei Fahrprofilen und Energiebedarf
Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Analyse betrieblicher Anforderungen bereits in der Planungsphase. Dabei werden unter anderem Fahrprofile, Standzeiten, Ladezyklen und Energiebedarfe berücksichtigt.
Auf dieser Grundlage soll die Infrastruktur so dimensioniert werden, dass Investitions- und Betriebskosten möglichst gering ausfallen und gleichzeitig ausreichend Ladekapazitäten zur Verfügung stehen.
Praxisbeispiel zeigt Einsparpotenzial
Welchen Einfluss ein intelligentes Energiesystem haben kann, verdeutlicht ein Praxisprojekt des Unternehmens. Durch die Kombination von Ladeinfrastruktur, Photovoltaik, Batteriespeicher und Lastmanagement konnte die erforderliche Netzanschlussleistung deutlich verringert werden.
Gleichzeitig konnten die Ladekosten nach Unternehmensangaben erheblich gesenkt werden.
Energie wird Teil der Flottenstrategie
Neben der Versorgung der Fahrzeuge sieht GP JOULE weitere wirtschaftliche Potenziale in der Depotinfrastruktur. Dazu zählen Erlöse aus THG-Quoten, energiewirtschaftliche Vermarktungsmodelle sowie perspektivisch die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur für externe Nutzer.
Damit entwickelt sich der Betriebshof zunehmend von einer reinen Logistikfläche zu einem aktiven Bestandteil der Energie- und Unternehmensstrategie.
IAA-Auftritt mit Depot-Check
Auf der IAA Transportation präsentiert GP JOULE einen digitalen Depot-Check, mit dem Unternehmen das Potenzial ihrer Standorte analysieren können. Dabei stehen Fragen der Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt.
Das Unternehmen will damit insbesondere Speditionen und Flottenbetreibern aufzeigen, wie sich der Hochlauf elektrischer Nutzfahrzeuge wirtschaftlich und betriebssicher gestalten lässt.