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Francotyp-Postalia: Aus für Standort Birkenwerder

Keine Einigung mit Betriebsrat: Der Postdienstleister will Standort Birkenwerder (Oberhavel) aufgeben


Datum:
07.01.2011
1 Kommentare

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Birkenwerder. Der Postdienstleister Francotyp-Postalia gibt seinen Standort Birkenwerder (Oberhavel) auf. Grund sei das erfolglose Ende von Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern über Möglichkeiten zum Erhalt, bestätigte Unternehmenssprecherin Sabine Prüser am Donnerstag einen Bericht der „Märkischen Allgemeinen". Betroffen sind von den 380 Jobs 120 Stellen in Produktion und Werkstatt, von denen voraussichtlich knapp die Hälfte ganz gestrichen werden. Der Betriebsrat sei auf keine der von Unternehmensseite vorgeschlagenen Maßnahmen eingegangen, hieß es.

Stefanie Jahn von der Potsdamer IG Metall wies dies zurück: „Wir gehen davon aus, die Schließung war von Anfang an gewollt." Unter den für die Entlassung vorgesehen Mitarbeiter seien viele, die unter besonderen Kündigungsschutz aufgrund des Alters oder der Betriebszugehörigkeit stünden. Sie bedauerte, die nun angekündigte Verlagerung. „Wir hoffen noch, die Unternehmensleitung umzustimmen", sagte sie auf Anfrage.

Mit Einführung der neuen Produktlinie Phoenix sei eine Neuausrichtung der Produktion bei gleichzeitiger Restrukturierung geplant, um wettbewerbsfähige Bedingungen am Standort Birkenwerder zu schaffen, teilte das Unternehmen mit. Die Verhandlungen über die Schließung der Produktion in Birkenwerder beginnen nach den Angaben in Kürze.

Die Francotyp-Postalia Holding AG ist ein weltweit tätiger Dienstleister für professionelle Postbearbeitung. Gefertigt werden Frankier- und Kuvertiermaschinen. Das Unternehmen ist auch im Bereich Online-Brief für Privat- und Geschäftskunden. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 129 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt die Gruppe mehr als 1000 Mitarbeiter. (dpa) 

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KOMMENTARE


Marcel Brander

04.03.2015 - 09:35 Uhr

Wieder ein Standort von Schließung bedroht und die Mitarbeiter bleiben auf der Straße. Kein Arbeitnehmer kann sich heutzutage doch noch sicher sein mit seinem Arbeitsplatz. Da hat man vielleicht schon einen besonderen Kündigungsschutz aufgrund eines hohen Beschäftigungsalters oder aber aufgrund einer Schwerbeschädigtheit.....Wenn dem wirklich so ist, wie vermutet wurde, dass eine Schließung von Anfang an gewollt war, dann hat der Arbeitgeber doch einen Weg gefunden, die Mitarbeiterverhältnisse zu kündigen.Es ist schade für die Arbeitnehmer.


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