„Wenn Lkw-Fahrer ihre Ruhezeiten nur noch auf Standstreifen, in Ausfahrten oder auf überfüllten Rastanlagen einhalten können, ist das kein normales Verkehrsproblem mehr, sondern ein Sicherheitsrisiko“, sagte Uwe Dorendorf, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung im Landtag von Niedersachsen. Die CDU hat einen Antrag für mehr Lkw-Stellplätze in Niedersachsen gestellt. Die Parkplätze sollen laug dem Antrag der Fraktion
- sicher
- bedarfsgerecht und
- digital gesteuert sein.
Planungs- sowie Genehmigungsverfahren beschleunigen
Der Antrag sieht unter anderem vor, zusätzliche Lkw-Stellplätze insbesondere in der Nähe von Autobahnanschlussstellen zu schaffen, ungenutzte oder brachliegende Flächen stärker einzubeziehen und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren für Stellplätze, Lade- und Tankinfrastruktur zu beschleunigen. Zudem sollen „intelligente und telematisch unterstützte Park- und Verkehrsleitsysteme“ in Niedersachsen erprobt, Echtzeitinformationen über freie Stellplätze bereitgestellt und Kooperationen mit Kommunen, Logistikbranche und privaten Betreibern vorangetrieben werden. Die CDU betonte aber auch: „Digitale Steuerung kann den Ausbau ergänzen, aber nicht ersetzen.“
"Wir brauchen zusätzliche Stellplätze und intelligente digitale Steuerung."
Uwe Dorendorf, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung im Landtag von Niedersachsen
Lkw-Stellplätze und intelligente digitale Steuerung
Niedersachsen sei „ein Logistikland“, sagte Uwe Dorendorf. Die Häfen, die Industrie- und Wirtschaftsstandorte seien auf einen funktionierenden Güterverkehr angewiesen. „Wenn Fahrer lange nach einem sicheren Stellplatz suchen müssen und schließlich auf Standstreifen, in Ausfahrten oder unbeleuchtete Ausweichflächen ausweichen, entstehen gefährliche Situationen für alle Verkehrsteilnehmer. Deshalb brauchen wir zusätzliche Stellplätze und intelligente digitale Steuerung“, sagte Dorendorf und ergänzte: „Telematisch unterstützte Park- und Verkehrsleitsysteme können vorhandene Kapazitäten besser nutzbar machen und Fahrer schneller zu freien Stellplätzen leiten.“
Handlungsbedarf durch Umstellung auf Elektro-Lkw
Mit Blick auf den zunehmenden Einsatz von Elektro-Lkw werde der Handlungsbedarf zusätzlich größer. „Ohne ausreichend Stellplätze und eine verlässliche Ladeinfrastruktur drohen Zwangspausen und neue Engpässe im Fernverkehr. Gleichzeitig geht es um die Menschen hinter dem Steuer: Lkw-Fahrer halten unser Land am Laufen. Sie verdienen sichere, saubere und gut ausgestattete Stellplätze mit Beleuchtung, sanitären Anlagen und angemessenen Sicherheitsvorkehrungen“, sagte Dorendorf abschließend.