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Energienotstand in Portugal wegen Lkw-Fahrerstreik

Bereits wenige Stunden nach Start des Streiks sind viele Tankstellen in Portugal leergetankt
© Foto: NurPhoto/picture-alliance

Seit Mitternacht streiken die Lkw-Fahrer in Portugal. Weil viele Autofahrer aus Angst vor Treibstoffmangel bereits im Vorfeld ihre Fahrzeuge betankten, haben bereits heute viele Tankstellen des Landes kein Benzin und keinen Diesel mehr.


Datum:
12.08.2019
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Lissabon. Wegen des unbefristeten Generalstreiks der portugiesischen Lkw-Fahrer, der um Mitternacht begann, hat das Land bereits heute den Energienotstand ausrufen müssen. Grund ist, dass viele Pkw-Fahrer aus Angst vor Treibstoffmangel bereits am Wochenende ihre Autos vollgetankt haben – nun haben viele Tankstellen im Land kein Benzin und keinen Diesel mehr, berichtet der Onlinedienst tagesschau.de.  Der Treibstoffverkauf soll sich in den vergangenen Tagen nahezu verdoppelt haben, ist dort zu lesen. Aus diesem Grund würden ab heute nur noch 25 Liter Treibstoff pro Auto und 100 Liter pro Lkw verkauft. Transportunternehmen seien zudem verpflichtet, weiter mindestens 50 Prozent des Sprits an die Tankstellen auszuliefern.

Zum Ausstand aufgerufen haben zwei Fahrergewerkschaften: die Vertretung der Gefahrgutfahrer (SNMMP) und die unabhängige Vereinigung gewerblicher Fahrer (SIMM).  Sie fordern neben mehr Geld auch bessere Arbeitsbedingungen für die Tankwagenfahrer. Die Verhandlungen waren in den vergangenen Wochen ergebnislos geblieben. „Wir werden einen Tag, eine Woche, einen Monat weitermachen, so lange wie nötig”, zitierte die Zeitung «Público» einen Sprecher der Vertretung der Gefahrgutfahrer (SNMMP).

Bereits im April hatte ein Streik der Berufssparte in Portugal zu erheblichen Problemen geführt (die VerkehrsRundschau berichtete). Durch die extreme Treibstoffknappheit an rund 2800 Tankstellen im gesamten Land musste die portugiesische Regierung kurz vor den Osterfeiertagen den Energienotstand ausrufen – eine Erfahrung, die nun bei den Verkehrsteilnehmern für Hamsterkäufe gesorgt hat. (dpa/sno)

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