Tankstelle in Portugal

An vielen portugiesischen Tankstellen wird der Treibstoff knapp

©Norbert Schmidt/picture-alliance

Streikende Lkw-Fahrer lösen Energienotstand in Portugal aus

Am Montag sind zahlreiche portugiesische Gefahrgut-Fahrer in den Ausstand getreten. 2800 Tankstellen im Land melden nun Treibstoffknappheit.

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Lissabon. Wegen eines Streiks der Fahrer von Gefahrgut-Lastwagen hat die portugiesische Regierung kurz vor den Osterfeiertagen den Energienotstand ausgerufen. Knapp 2800 Tankstellen im gesamten Land hätten bereits Treibstoffknappheit gemeldet, darunter rund 800 allein in der Hauptstadt Lissabon, berichtete die Wochenzeitung „Expresso“ am Mittwoch in der Onlineausgabe. Es fehle vor allem an Diesel, hieß es. 

Die Fahrer streiken für mehr Geld. Ihre Gewerkschaft fordert ein Grundgehalt von 1200 Euro im Monat, berichtet die Tagesschau. Im Moment verdienten die Fahrer laut Gewerkschaft nur etwa 700 Euro, hieß es dort.

Der unbefristete Ausstand hatte am Montag begonnen. Am späten Dienstagabend rief die sozialistische Regierung von Ministerpräsident Antonio Costa den Notstand aus. Die vom portugiesischen Gesetz bei einem Streik vorgeschriebenen Mindestdienste würden nicht eingehalten, deshalb sei es zur Treibstoffknappheit gekommen, hieß es zur Begründung der Maßnahme. 

An den Tankstellen des auch bei deutschen Touristen sehr beliebten südwesteuropäischen Landes hatten sich am Dienstag zum Teil sehr lange Autoschlangen gebildet. An den angrenzenden Straßen und Autobahnen kam es deshalb zu Staus. 

Beobachter erwarteten derweil eine baldige Entspannung der Lage. Zum einen sicherten die zuständigen Gewerkschaften SNMMP und ANTRAM der Regierung nach langen Verhandlungen in der Nacht zum Mittwoch zu, dass man ab sofort die Mindestdienste einhalten werde. Die Versorgung von Krankenhäusern, Flughäfen und Militär-Einrichtungen werde zu 100 Prozent garantiert, hieß es. 

Am Mittwoch stellte das Militär außerdem 15 „für den Transport von Gefahrengut gut ausgebildete“ Fahrer zur Verfügung, die wenn nötig als Ersatz für die streikenden Fahrer zum Einsatz kommen sollen. (dpa/sno)

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