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DPD will Wunschtermin-Zustellung einführen

DPD will Wunschtermin-Zustellung einführen
Per DPD-App können sich Privatkunden künftig den Zustelltermin frei auswählen
© Foto: DPD

Der Paketdienstleister will Privatkunden künftig gegen eine Gebühr den genauen Zustelltermin für Sendungen frei wählen lassen. Bis März 2018 soll der neue Service bundesweit verfügbar sein.


Datum:
12.07.2017
Autor:
André Gieße
1 Kommentare

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Aschaffenburg. Der Paketdienstleister DPD will Privatkunden künftig ermöglichen, den Zustelltermin für ihre Sendung stundengenau zu wählen. Wie das „Handelsblatt“ vorab erfuhr, will die Tochtergesellschaft der französischen La Poste diesen neuen Wunschtermin-Service bis spätestens März 2018 einführen. In Hamburg und Nürnberg soll das Angebot schon ab Ende Juli verfügbar sein, schreibt die Wirtschaftszeitung. Möglich sein soll die Buchung eines einstündigen Zeitfensters zwischen Montag bis Samstag.

„Für eine Extragebühr von voraussichtlich 2,50 Euro können sich Paketempfänger dann eine Wunschzeit aussuchen“, sagte DPD-Deutschlandchef Boris Winkelmann dem „Handelsblatt“. Gelegenheit hätten sie dazu bis Mitternacht vor dem geplanten Zustelltag. Damit alles funktioniert wie geplant, will der Paketdienstleister die bislang am Nachmittag endenden Auslieferungszeiten bis 22 Uhr verlängern. Das Unternehmen bestägte „VerkehrsRundschau“ am Mittwoch das Vorhaben, verwies aber darauf, dass derzeit noch geprüft werde, ob die Wunschtermin-Zustellung bundesweit bis 22 Uhr angeboten wird.

Paketexperte bezweifelt, dass die Rechnung aufgeht

Der neue Wunschtermin-Lieferdienst soll für weiteres Wachstum bei DPD sorgen. Das Unternehmen erhofft sich dadurch, noch mehr vom E-Commerce-Boom zu profitieren. Ein schon vor wenigen Monaten angelaufener Test der Konzernschwester in Großbritannien macht der deutschen Gesellschaft in Aschaffenburg laut dem „Handelsblatt“ Mut, dass dies durch den neuen Service gelingt.

Paketexperten wie der Hamburger Unternehmensberater Horst Manner- Romberg aber glauben dem Bericht zufolge, dass DPD dabei draufzahlt. „2,50 Euro reichen kaum aus, um die zusätzlich entstehenden Kosten zu decken“, sagte er. Ein Wunschtermin sei bei den üblicherweise hintereinander geplanten Auslieferungen nur in Ausnahmefällen integrierbar. Das mache zusätzliche Fahrten erforderlich – und verursache hohe Zusatzkosten. Eine Sprecherin von DPD sagte der „VerkehrsRundschau“, dass die Zweifel unnötig seien. Die digitale Infrastruktur sei vorhanden und es entstünde kein Mehraufwand, durch die Implementierung des neuen Angebots. (ag)

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KOMMENTARE


Thorsten Wilms

25.10.2017 - 23:41 Uhr

Der DPD kann die 2,50 Eur. getrost anbieten, er erbringt ja nicht die Leistungen. Am Ende werden die Systempartner den tatsächlichen Aufwand zu tragen haben. Wie mit jeder Veränderung, die seit Amtseintritt mit Herrn Winkelmann eingeführt wurden.


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