DIHK warnt vor Kostenwelle in den Betrieben

22.04.2026 13:12 Uhr | Lesezeit: 3 min
Links im Bild fährt ein Lkw auf einer Straße, rechts teils transparent darübergeschnitten eine Hand, die in einen Taschenrechner Zahlen eingibt mit einer blauen Grafenlinie, die zum Beispiel wirtschaftliche Entwicklungen darstellen könnte (Auf und ab)
Als häufigste Belastung nennen die Unternehmen gestiegene Fracht- und Transportkosten sowie höhere Preise für Energie
© Foto: Grispb/stock.adobe.com

Die DIHK warnt als Folge des Iran-Krieges vor immensen Kostensteigerungen in den Betrieben, vor allem Fracht- und Transportkosten seien stark gestiegen.

Der Krieg im Iran setzt nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in der deutschen Wirtschaft eine „spürbare Kettenreaktion“ in Gang, mit „immensen Kostensteigerungen“ bei Firmen. Sprunghafte Preissteigerungen und täglich wechselnde Einkaufspreise würden es nahezu unmöglich machen, auf Basis verlässlicher Kalkulationen zu planen, so die DIHK. In einer DIHK-Blitzumfrage unter rund 2400 Betrieben berichten demnach 83 Prozent der Firmen von negativen Auswirkungen auf ihre Geschäfte, in der Industrie sind es 87 Prozent.

Gestiegene Fracht- und Transportkosten

Als häufigste Belastung nennen die Unternehmen gestiegene Fracht- und Transportkosten (73 Prozent) sowie höhere Preise für Energie (71 Prozent). Zudem melden 58 Prozent der Betriebe steigende Rohstoff- und Materialpreise. „Die Kostenwelle rollt durch die Unternehmen“, sagte DIHK-Chefanalyst Volker Treier. Es gebe eine Kettenreaktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Viele Betriebe reagieren laut DIHK bereits mit Preiserhöhungen und Zurückhaltung bei Investitionen: Die Hälfte der Firmen versuche demnach, Mehrkosten weiterzugeben, mehr als jede dritte (37 Prozent) verschiebe Investitionen oder Projekte. Zudem bauten 43 Prozent ihr Risikomanagement aus.

Wirtschaft seit Jahren im Krisenmodus

Das alles verschärfe die Situation am Standort Deutschland, so Analyst Volker Treier. Die Lage sei bereits vor dem Iran-Krieg schwierig gewesen. „Unsere Wirtschaft befindet sich seit sechs Jahren im Krisenmodus und wir müssen alles dafür tun, um in dieser geopolitischen Gemengelage bestehen zu können.“ Die Bundesregierung müsse jetzt mit tiefgreifenden Reformen gegensteuern, um Kosten zu senken, Bürokratie abzubauen und Verfahren zu beschleunigen. Laut DIHK gibt es auch viele hausgemachte Probleme, die die Politik angehen müsse.


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