DIHK: Wirtschaft kommt nur langsam voran

17.02.2026 11:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Containerumschlag am METRANS-Terminal in Dunajská Streda
Etwas Hoffnung machen laut DIHK die Exporterwartungen der Unternehmen
© Foto: HHLA/Thies Rätzke

Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam aus der Krise, wie eine Umfrage der DIHK zeigt, es gehe nur in Trippelschritten nach oben, weil entscheidende Impulse fehlen.

Die Stimmung helle sich geringfügig auf, bleibe aber trübe, sagte Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Es gehe nur in Trippelschritten nach oben. Die Breite der Unternehmen kämpfe mit hohen Standortkosten, einer schwachen Inlandsnachfrage und geopolitischen Unsicherheiten wie der US-Zollpolitik. Zu Jahresbeginn zeigt sich lediglich eine geringfügige Besserung der Geschäftslage, wie eine DIHK-Umfrage unter rund 26.000 Unternehmen ergab. Etwas Hoffnung machten die Exporterwartungen. 22 Prozent der Unternehmen rechneten in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Ausfuhren, das seien drei Prozentpunkte mehr als im Herbst.

Konjunkturprognose leicht angehoben

Der DIHK hob seine Konjunkturprognose leicht an und rechnet nun für 2026 wie die Bundesregierung mit einem Wachstum von einem Prozent. Das liege allerdings zu einem großen Teil auf Statistik- und Kalendereffekten. So gibt es in diesem Jahr mehr Arbeitstage, weil Feiertage auf Wochenenden fallen. International sei Deutschland beim Wachstum abgehängt. Im November hatte die DIHK für 2026 noch ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Stützend wirkten sich die staatlichen Milliardenausgaben für Infrastruktur und Verteidigung aus.

Unternehmen investieren wenig

Die Unternehmen bleiben laut Umfrage bei ihren Investitionsabsichten im Inland weiterhin sehr zurückhaltend. Die Firmen investierten vorrangig in Ersatzbedarf, also etwa den Ersatz von Maschinen, sagte Melnikov. Es gebe aber einen Tiefstand bei Investitionen in Innovationen. Die schlechte Stimmung sei schon längst auf dem Arbeitsmarkt angekommen, konstatierte die DIHK. 12 Prozent der Firmen planen laut Umfrage, ihren Personalbestand auszuweiten, während 23 Prozent von einem Rückgang ausgehen.

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