Der Hangover‑Turm ist ein Schwerlastprojekt, das normalerweise in die Industrie‑ oder Brückenbau‑Logistik fallen würde. Schneider bewegt die Anlage mit sechs Transporteinheiten, darunter zwei Mittelbauwagen, auf denen das gesamte Fahrgeschäft aufgebaut wird. „Davon sind zwei sogenannte Mittelbauwagen, wo das ganze Fahrgeschäft drauf aufgebaut wird. Das heißt beim Aufbauen sind das immer die Ersten und beim Abbauen sind es immer die letzten Elemente.“
Die Reihenfolge der Anlieferung ist entscheidend: Erst die tragenden Elemente, zuletzt der Kassenwagen. Fehler im Timing würden den Aufbau verzögern – und Verzögerungen kann sich auf der Wiesn niemand leisten. Schneider beschreibt es pragmatisch: „Das muss immer so getimt sein, dass kein Leerlauf bei der Arbeit entsteht.“
Wiesn-Logistik – Wie ein 85-Meter-Freifallturm aufs Oktoberfest kommt
Aufbau ohne Großkran – dank patentierter Technik
Der Hangover‑Turm ist ein Schwerlastprojekt, das normalerweise in die Industrie‑ oder Brückenbau‑Logistik fallen würde. Schneider bewegt die Anlage mit sechs Transporteinheiten, darunter zwei Mittelbauwagen, auf denen das gesamte Fahrgeschäft aufgebaut wird. „Davon sind zwei sogenannte Mittelbauwagen, wo das ganze Fahrgeschäft drauf aufgebaut wird. Das heißt beim Aufbauen sind das immer die Ersten und beim Abbauen sind es immer die letzten Elemente.“
Die Reihenfolge der Anlieferung ist entscheidend: Erst die tragenden Elemente, zuletzt der Kassenwagen. Fehler im Timing würden den Aufbau verzögern – und Verzögerungen kann sich auf der Wiesn niemand leisten. Schneider beschreibt es pragmatisch: „Das muss immer so getimt sein, dass kein Leerlauf bei der Arbeit entsteht.“
Sicherheit, Wartung und Teamarbeit im Dauereinsatz
Der Hangover‑Tower ist ein Hightech‑Fahrgeschäft mit Magnetbremssystem, drehbarer Gondel und komplexer LED‑Technik. Damit alles nach jedem Transport wieder perfekt funktioniert, setzt Schneider auf ein strenges Wartungsregime. Jeden Morgen führt das Team zwei Stunden Sicht‑ und Funktionsprüfungen durch. Die Anlage verweigert sogar den Betrieb, wenn Sicherheitschecks nicht vollständig durchgeführt wurden: „Wenn du das nicht machst, dann sagt die Anlage: Guten Morgen Herr Schneider, Sie haben die Sicherheitstests nicht erfüllt – wir setzen uns heute mal nicht in Bewegung.“ Im Betrieb sind mindestens vier bis sechs Mitarbeiter im Einsatz – Operatoren, Kassenteams und Wartungspersonal. Viele von ihnen arbeiten seit zehn bis fünfzehn Jahren mit Schneider zusammen. Neue Mitarbeiter brauchen mehrere Monate, bis sie die Abläufe beherrschen.
Europaweite Einsätze – und jedes Mal neue Bedingungen
Der Hangover‑Tower ist ein reisendes Großprojekt. Schneider baut ihn in München, London, Düsseldorf, Basel oder Luxemburg auf – oft innerhalb weniger Tage. Jede Veranstaltung bringt neue Herausforderungen: andere Öffnungszeiten, andere Bodenbeschaffenheiten, andere Sicherheitsvorgaben. „Wir müssen uns immer an die Gegebenheiten des Platzes anpassen. Beispielsweise gibt es Veranstaltungen, da müssen wir zwei Meter unterbauen, damit der Turm in Waage steht.“ Auch die Arbeitszeiten variieren stark: In Düsseldorf wird bis zwei Uhr nachts gespielt, in London ist um zehn Uhr Schluss. Das verlangt flexible Personalplanung und ein Team, das europaweit funktioniert.
Fazit: Für Ewald Schneider ist diese Arbeit kein Job, sondern ein Lebensmodell. „Für Sie klingt das nach einem Abenteuer, für mich klingt es einfach nach meinem Leben.“ Sein Freifallturm ist ein fahrendes Logistiksystem, das Präzision, Erfahrung und Leidenschaft verlangt. Zwischen Hydraulik, Schwerlasttransport, Sicherheitsprüfungen und europaweiten Einsätzen zeigt Schneider, wie komplex temporäre Logistik sein kann – und wie beeindruckend es ist, wenn sie funktioniert.