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Deutsche Unternehmen unterstützen Sanktionen gegen Russland

Sanktionen prägen derzeit die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland
© Foto: Korotayev Artyom/ITAR-TASS/dpa/picture-alliance

Deutsche Unternehmen tragen die Sanktionen gegen Russland mit und stellen wirtschaftliche Erwägungen zurück. Eine kritische Abhängigkeit zwingt jedoch zum gemeinsamen Handel.


Datum:
03.03.2022
Autor:
Janis Leonhardt/Stefanie Schuhmacher/dpa
Lesezeit: 
2 min
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Berlin. Deutsche Unternehmen stehen nach Darstellung des Geschäftsführers des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms, klar hinter den Sanktionen gegen Russland. „Alle sind der Überzeugung, dass diese Sanktionen notwendig sind; wirtschaftliche Erwägungen müssen jetzt zurückstehen“, sagte Harms am Donnerstag im „ARD-Morgenmagazin“. Während es bei der Verhängung von Sanktionen wegen der russischen Annexion der Krim 2014 noch Diskussionen gegeben haben, inwieweit diese Sanktionen wirklich notwendig seien, erlebe er jetzt „eine große Geschlossenheit“.

Deutschland sei allerdings „kritisch abhängig“ von russischen Gaslieferungen und sollte daher „auch aus eigenem Interesse einen gewissen Handel mit Russland noch aufrechterhalten“, sagte Harms.

Letztlich sei das eine politische Entscheidung, aber ein Abbruch dieses Geschäfts „würde uns vor große Herausforderungen stellen“.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben westliche Staaten zahlreiche Sanktionen verhängt. Alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank in der Europäischen Union sind eingefroren. Die EU hat den Ausschluss von sieben russischen Banken aus dem Finanz-Kommunikations-System Swift in Kraft gesetzt. Auch gegen Handel mit russischen Staatsanleihen wird vorgegangen. Der Luftraum über allen EU-Staaten ist für russische Flugzeuge gesperrt. Die Bundesregierung hat die sogenannten Hermes-Bürgschaften ausgesetzt und damit deutschen Unternehmen Geschäfte mit Russland erschwert - unabhängig davon, ob es um sanktionierte Güter oder Branchen geht oder nicht. (jl/ste/dpa)

 

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