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Coronavirus: Italienische Transporteure rechnen mit Wirtschaftseinbruch

Am Hafen von Genua könnte sich Rückgang im Warentransport auf 20 Prozent belaufen, schätzt der Transportverband Trasportounito
© Foto: picture alliance / NurPhoto

Auch Italien hat mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen. Vor allem einen Hafen könnte es besonders hart treffen.

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Genua. Die Verbreitung des Coronavirus könnte heftige Auswirkungen auf den Import und Export mit Italien haben. Davon zeigt sich der Transportverband Trasportounito überzeugt. Insbesondere am Hafen von Genua, der bereits jetzt wegen seiner Infrastrukturprobleme stark beeinträchtigt ist, könnte sich der Rückgang im Warentransport sowohl im Import als auch im Export auf rund 20 Prozent belaufen.

Davon betroffen sei die komplette Transportkette, die sich im Warenaustausch mit China befinde, so der Verband weiter. In China hätten der Coronavirus und das Zusammentreffen mit dem chinesischen Neujahrsfest zwischen 40 und 50 Prozent aller Lkw-Fahrer derart betroffen, dass der reibungslose Ablauf der Transportkette sowie das Abfertigen von Container an den chinesischen Häfen von Tag zu Tag problematischer würden. Mit einer Reduktion von mehr als 30 Prozent des Warenvolumens auf jedem einzelnen Schiff, das zwischen China und Europa verkehre, „trifft der Domino-Effekt des Coronavirus empfindlich die maritimen Strecken im Containertransport.“

Höhere Spritpreise als absehbare Folge

Unweigerlich führe dies in Zukunft zu gravierenden Auswirkungen auch auf den Warenumschlag an italienischen Häfen und Terminals und somit auf die gesamte Transportkette. Zu rechnen sei neben einer Krise im italienischen Transportgewerbe mit einer Erhöhung der Spritpreise und mit einer zunehmenden Konzentration von Warentransport und Nachfrage.

Trasportounito fordert deshalb vom Verkehrsministerium die Anwendung außergewöhnlicher Maßnahmen zum Schutz der italienischen Wirtschaft sowie des Arbeitssektors. Denkbar sind dabei nach Ansicht des Verbandes die Anwendung von Sozialmaßnahmen und von Flexibilitätsmodellen, die unternehmerische Umstellungen erlaubten. Außerdem wären Steuerermäßigungen und eine vorübergehende Steuerbefreiung ebenso möglich wie Prozeduren zur koordinierten Aussetzung von bereits laufenden Finanzierungen. (nja)

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