Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags befasst sich seit dem gestrigen Mittwoch, 23. September, mit dem Brenner-Nordzulauf. Mehr zu den Brenner-Pläne des Verkehrsministeriums lesen Sie hier. Für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) ist das ein wichtiger Schritt bei diesem wichtigen Schienenprojekt, zugleich aber ein längst überfälliges Signal aus Berlin. „Der Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht aus Berlin“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des BIHK.
BIHK fordert Zusagen für Bau und Finanzierung
Für die bayerische Wirtschaft kommt es jetzt auf verbindliche Beschlüsse zur Umsetzung des Brenner-Nordzulaufs an: „Wir erwarten verbindliche Zusagen zur Realisierung des Brenner-Nordzulaufs auf deutscher Seite. Dazu gehört die Bereitstellung der finanziellen Mittel, damit der Bau verlässlich und zügig erfolgen kann. Österreich und Italien haben beim Bau des Brenner Basistunnels bereits geliefert. Auch Deutschland muss die geschlossenen Staatsverträge mit seinen Nachbarländern einhalten und seiner vertraglichen Verpflichtung mit der Errichtung des Nordzulaufs gerecht werden“, so Gößl.
Planungssicherheit für Regionen, Wirtschaft und Anwohner
Aus Sicht des BIHK sind für Bevölkerung und Umwelt verträgliche Entscheidungen zur Trassenführung und zur Bauweise erforderlich:. „Klare Entscheidungen des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag sind jetzt wichtig, damit für alle Beteiligten Planungssicherheit herrscht und die nächsten Schritte angegangen werden können. Eine weitere verkehrspolitische Hängepartie wäre ein fatales Signal für Bayern, Deutschland und ganz Europa“, sagt Gößl.
Brenner-Korridor soll Europas Nord-Süd-Verkehr stärken
Mit dem Brenner Basistunnel und dem Brenner-Nordzulauf soll die Schienenverbindung zwischen Bayern, Österreich und Italien leistungsfähiger werden. „Wenn Staus, Mehrkosten und Belastungen für Logistiker, Fahrer und Bevölkerung dank des Brenner Basistunnels spürbar zurückgehen, können wir die über viele Jahrhunderte gewachsenen Verbindungen zwischen Bayern und dem Süden Europas zukunftsfest verknüpfen und verstärken“, betont Gößl.